Das Wetter im Landkreis Schwandorf
Spaghetti in den Wetterkarten

(Foto: Andy Neumaier)
Freizeit
Schwandorf
04.11.2016
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Erstmals ist es spannend wie lange nicht in den Wetterkarten. Aber es gibt genauso viel Potenzial für einen Plumps auf den Hosenboden mit der Vorhersage. Über Skandinavien und Russland bis nach Polen hat sich ein mächtiger Kälteblock gebildet, und die Schnee- und Eisbedeckung in diesen Gebieten, bis hoch in den Arktis, ist jahreszeitlich gesehen allem Klimawandel zum Trotz sogar auf dem höchsten Stand seit 1976.

Das muss alles noch nichts bedeuten, könnte aber ein Indiz dafür sein, dass uns in diesem Jahr mal wieder ein ordentlicher Winter ins Haus steht. Auch die Wettermodelle der nächsten Tagen sehen da schon Potenzial, sind sich aber uneinig in der Lage der Tiefdruckgebiete.

Die vielen unterschiedlichen Berechnungen auf eine Wetterkarte gemalt sehen dann aus wie ein wildes Liniengewirr, etwa wie ein Teller Spaghetti. Da jetzt die richtige Nudel herauszupicken ist gar nicht so leicht. Gleichzeitig gibt das aber die Gelegenheit, auf den neuen Service „OWetter“ auf Onetz.de hinzuweisen, wo ab Montag immer ein gesprochenes Update der Wochenendkolumne, sowie ein manchmal süffisanter wie selbstkritischer Rückblick auf diese zu finden sein wird.

Los geht’s heute aber mit örtlich leichtem Frost und teilweise Nebel, danach scheint jedoch nur gelegentlich die Sonne. Sonst ziehen vor allem nachmittags viele dichte hohe Wolken über den Himmel, es bleibt aber noch bis zur Nacht trocken. Die Temperaturen steigen auf maximal 6 Grad in Schönsee, 8 in Schmidgaden und 9 in Nittenau. In der Nacht kommt mitunter leichter Regen auf, die Tiefstwerte liegen zwischen 5 und 1 Grad.

Am Samstag wird’s dann relativ einfach, denn es ist weitgehend stark bewölkt, allenfalls zeigt sich mal kurz milchig-fahles Sonnenlicht, und zeitweise regnet es. Dazu weht ein leicht böiger Südwestwind, der uns aber noch relativ mild hält. „Relativ“, weil’s mit 7 Grad in Stadlern, 9 in Bruck und 10 in Burglengenfeld trotzdem ekelig kühl ist. In der Nacht zu Sonntag zieht der Regen langsam ab, bei vielen Wolken bleibt es aber meist frostfrei. Der Sonntag wird dann schon etwas unsicherer. Der zunächst abgezogene Regen könnte nämlich über die Tschechische Republik wieder zu uns zurück drücken, wie weit das vorankommt, ist aber nicht sicher.

Wahrscheinlich wird’s eher ein wolkiger Tag mit ein paar Sonnenlücken und höchstens einzelnen Schauern, aber es gilt: Was am Nachmittag und Abend eventuell aus den Wolken fällt, ist oberhalb von 600 bis 700 Meter schon in Flockenform. Mit 4 Grad in Weiding, 6 in Pfreimd und 7 Grad in Schwandorf ist es nämlich schon frischer, und in der Nacht zu Montag droht leichter Frost mit der Gefahr von Schneeschauern bis in die Niederungen.

In der neuen Woche wird das Wirrwarr dann noch größer. Die Luft ist kalt und frisch, aber oft auch trocken. Deswegen gibt es bei wechselnder Bewölkung wahrscheinlich nur gelegentlich Schauer, die aber dann meist als Schneeregen und Graupel, über 500 Meter meist als Schnee fallen. Je nachdem, wie weit dann ein Tief am Dienstag und Mittwoch auf uns übergreift, könnte es da dann auch mal kräftiger bis in die Niederungen schneien. Die Tagestemperaturen liegen allerdings allgemein nur noch bei 0 bis 6 Grad, in den Nächten stellt sich Frost zwischen 0 und -5 Grad ein.


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