Jubiläum der Sonntagsdichter
Lesung aus neuem Werk

Die "Sonntagsdichter" stellten ihre Gedichte und Geschichten aus dem neuen Buch "Literarische Spuren" vor. Am Lesepult Josef M. Mickisch. Bild: Hirsch
Freizeit
Schwandorf
13.06.2016
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Vor 20 Jahren haben sich Hobbydichter unter dem Dach der "Katholischen Erwachsenenbildung" zu den Sonntagsdichtern zusammengeschlossen und seitdem unzählige Lesungen gehalten und eine Reihe von Büchern herausgebracht. Zum Jubiläum präsentierten sie ein neues Werk.

"Unser Einfallsreichtum ist ungebrochen", sagt Ingeborg Baier, Initiatorin und Leiterin der "Schwandorfer Sonntagsdichter". "Literarische Spuren" nennen die zwölf Autoren das Buch, in dem sie auf 260 Seiten ihre Gedichte und Geschichten zusammenfassen. Auszüge daraus stellten sie den Zuhörern bei der Jubiläumsveranstaltung in den Räumen der Sparkasse vor.

Der "Hausl"


Fritz Buchfink gehört zu den Männern der ersten Stunde und bezeichnet sich als "Hausl" der Sonntagsdichter, der das "Innenleben des Kreises wie kein anderer kennt". Der literarische Zirkel bestehe aus "kleinen und größeren Egoisten" und Mitgliedern, "der der Belastung manchmal nicht gewachsen sind". Aber: "Der Dichterkreis muss die Beurteilung der Leser und Zuhörer aushalten." Dafür nehme sich der Autor die dichterische Freiheit heraus und schreibe, "was ihm gefällt".

Sprecherin Ingeborg Baier gedachte des Gründungsmitglieds Angela Göth und dankte Günter Schmid, Marlene Scharf und Emmi Baier für die musikalische Begleitung sowie der Sparkasse für die finanzielle Unterstützung bei der Buchherausgabe. Zu den Gratulanten gehörten am Freitag Sparkassendirektor Wilfried Bühner, Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, der KEB-Vorsitzende im Bistum Regensburg, Wolfgang Stöckl, und stellvertretender Landrat Jakob Scharf.

Der zweite Teil des Abends war den Texten im neuen Buch gewidmet. Seine Erfahrungen im "Touristenbomber" und im "Fünf-Sterne-Urlaubshotel" hat Fritz Buchfink in Versform gebracht. Was Martin und "seine schöne Liese beim Picknick auf der grünen Wiese" erlebten, wurde in sieben Strophen erzählt. Das Wort "Maikäfer" löst bei Gesine Jaehnert Erinnerungen an ihre Kindheit aus. Ihr zehnjähriger Enkel dagegen kann mit der aussterbenden Spezies nichts anfangen.

Hotel Mama


In Oberpfälzer Mundart muss Hildegard Heller "a weng rasten vom ewign Hasten". Und Lisa Neumeier beschreibt den Abschied vom "Hotel Mama" und reimt: "Darum hört jetzt meine Worte, Hotel Mama schließt die Pforte. Kinder sind uns nur gelieh'n, deshalb lass ich euch auch zieh'n. Warum Hund "Ramos" den Muttertag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ, erfuhren die Zuhörer von Ingeborg Baier. "Älter werden und Falten bekommen". Unter diesem Titel beschreibt Helga Kuttner, wie sie sich mit den Alterserscheinungen arrangiert. Der ehemalige Zollfahnder Josef M. Mickisch erzählte, was es mit dem "schwarzen BH" auf sich hatte.
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