Kreisjugendring möchte mehr behinderte Menschen in die Vereinsarbeit einbeziehen - ...
Inklusion geht auch gut in kleinen Schritten

Anja Rieger, Leiterin der offenen Behindertenarbeit bei der "Lebenshilfe" (rechts), und KJR-Vorsitzender Peter Neumeier (links) wollen behinderte Menschen stärker in die Jugendarbeit einbinden. Bild: Hirsch
Freizeit
Schwandorf
22.10.2016
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"Ich werde allen eine Antwort geben", versprach Landrat Thomas Ebeling, als er sich vor einem Jahr mit behinderten Menschen an einen Tisch setzte und sich deren Wünsche anhörte. Aus dem Gespräch ist inzwischen ein Inklusionsprojekt geworden, an dem sich der Kreisjugendring beteiligt.

Katrin ist eine sportliche junge Dame und wünscht sich mehr gemeinsame Sportveranstaltungen mit Nichtbehinderten. Regina dagegen vermisst das gemeinsame Musizieren. Vereinsanschluss sucht auch Christoph aus Schwarzenfeld. Er spricht Monika und Andrea aus der Seele, die gerne schwimmen und Tischtennis spielen. Landrat Thomas Ebeling hat nach dem Gespräch mit den Mitgliedern der offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe reagiert und die Vereine und Verbände im Landkreis gebeten, die Inklusionsbemühungen zu unterstützen.

Bei der Herbstversammlung des Kreisjugendrings am Donnerstag im evangelischen Gemeindezentrum stand das Thema auf der Tagesordnung. Für Anja Rieger, Leiterin der offenen Behindertenarbeit, ist "Inklusion ein Prozess in kleinen Schritten". Sie ermuntert die Jugendleiter in den Vereinen, auf Menschen mit Behinderung zuzugehen und sie zur Teilnahme zu bewegen. "Die Lebenshilfe stellt Betreuer und begleitet die ersten Kontakte", verspricht Rieger den Vereinen. 26 von 47 Verbänden waren bei der Herbstversammlung vertreten. Deren Vertreter signalisierten ihre Bereitschaft, einen Beitrag zur Integration behinderter Menschen zu leisten. Einige berichteten bereits von "ersten positiven Erfahrungen".

Viel mehr Fahrten


63 000 Euro beträgt der Etat des Kreisjugendrings in diesem Jahr. Die gleiche Summe will Vorsitzender Peter Neumeier beim Landkreis auch für 2017 beantragen. Plus 10 000 Euro Zuschuss für das Angebot "Fifty-Fifty-Taxi", das mittlerweile über 10 000 Jugendliche genutzt haben. Die zusätzlichen Verkaufsstellen in Neunburg vorm Wald, Oberviechtach, Maxhütte-Haidhof und Nabburg sorgten für einen weiteren Aufschwung. Im vergangenen Jahr nahmen 1714 Jugendliche das Angebot des halben Taxipreises für abendliche Fahrten in die Disco und wieder nach Hause in Anspruch. Heuer waren es bis jetzt bereits 2479.

Der Kreisjugendring schrieb an den Schulen einen Wettbewerb zur farblichen Gestaltung des KJR-Anhängers aus und erwartet bis 1. Dezember die Vorschläge. Den Gewinnern winken Taxi-Gutscheine und ein kostenloser Verleih des Lebendkickers für ein Schulfest.

Für den Besuch der Sternwarte Dieterskirchen am 12. November und einen Ersten-Hilfe-Kurs am 19. November im BRK-Haus Schwandorf sind noch Plätze frei. Meldung ist nötig an die KJR-Geschäftsstelle (Telefon 09431/20336) oder info@kjr-schwandorf.de. Am 22. November um 19 Uhr beteiligt sich der Kreisjugendring an der Veranstaltung der DGB-Jugend "30 Jahre nach der WAA" in der Spitalkirche.
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