September rettet die Bilanz der Freibäder im Landkreis Schwandorf
Sommer-Finale bessert Bilanz

Ausgerutscht: Für dieses Jahr sind mit Ausnahme des Schwandorfer Erlebnisbades die Freibäder im Landkreis geschlossen. Bild: Tietz
Freizeit
Schwandorf
19.09.2016
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Die hinter der Region liegende "Sommerachterbahn" mit vielen wettermäßigen Auf und Abs spiegelte sich auch in den Gästezahlen der Freibäder wider: Die Saison wäre buchstäblich fast ins Wasser gefallen. Der Endspurt mit Spätsommerwetter besserte die Bilanzen in den Becken merklich auf, bevor die Bäder ihre Türen für heuer schlossen - bis auf eines.

Schwandorf/Nabburg/Neunburg vorm Wald/Oberviechtach. (tib/doz/mp/ptr) "An so seinen September kann ich mich nicht erinnern": Das Sommerfinale stimmte Norbert Wurmstein, Bademeister im Perschener Freibad, nach einer durchwachsenen Saison noch versöhnlich. Dadurch, dass das Bad wegen des schönen Wetters eine Woche länger geöffnet hatte, knackte es die Schallmauer von 100.000 Gästen: Rund 106.000 Wasserratten passierten heuer die Drehkreuze - etwa 10.000 weniger als im Vorjahr. Die meisten Gäste tummelten sich am 24. Juni in den Becken: 2600 Wasserratten suchten an diesem Tag Abkühlung. Dahinter folgen der 10. Juli mit 2530 sowie der 28. August mit 2500 Besuchern.

Schwandorf noch offen


Laut Rüdiger Frey, Betriebsleiter des Schwandorfer Erlebnisbades, war es heuer kein besonders guter Sommer. Unzufrieden mit den Besucherzahlen ist er dennoch nicht. "Der August und September haben es noch mal rausgerissen", verriet er auf Nachfrage unserer Zeitung. Alleine in diesem Monat seien 30.000 Kinder, Frauen und Männer ins Erlebnisbad gekommen. Im ganzen Jahr waren es bisher rund 195.000. Und es könnten noch mehr werden. Denn Frey erklärte, dass er das Freibad nicht vor dem 25. September schließt. Sollte es noch mal richtig schönes Wetter geben, ist sogar noch länger geöffnet. Die diesjährigen Besucherzahlen können nicht mit denen des vergangenen Jahres mithalten: Der "Supersommer 2015" lockte rund 227.000 Badegäste.

Von einer "durchwachsenen Saison" für das Erlebnisbad in Neunburg vorm Wald berichtete Rosa Schafbauer, Sachbearbeiterin bei den Stadtwerken. Bei nur kurzen Wärmephasen und viel Regen sei die Zahl der Badegäste um knapp 30 Prozent zurück gegangen: Waren im Vorjahr noch über 47.000 Gäste gezählt worden, waren es heuer 33.633 Badende - "ein Wert im Bereich des Mittelfeldes", sagte Schafbauer mit Blick auf die Zahlen der Vorjahre. Die meisten Besucher - 1172 - bevölkerten das Bad am 10. Juli. Top-Monat war der August mit 11.918 Badenden; kein Vergleich zu den über 18.200 Gästen des Vorjahrsmonats. Ein Plus verzeichnete das Bad im "goldenen September": Bis zur Schließung am 11. September tummelten sich 2284 Gäste in den Becken. 2015 waren es zum Finale 827 Besucher gewesen.

Unter dem Durchschnitt


"Vor drei Wochen hat es nach der schlechtesten Saison in meinen 22 Jahren als Bademeister ausgeschaut", sagt Reinhard Klein mit Blick auf die Statistik des Freibads Oberviechtach. Doch die letzte Augustwoche und der schöne September brachten immerhin noch ein "unterm Durchschnitt" ein, bevor das Freibad nach Verlängerung am 16. September in die Winterruhe ging.

Heuer tummelten sich 17.965 Badegäste im "H2Ovi" (2015: 24.335). Die besten Tage: 20. Juli (802), 24. Juni (777) und 10. Juli (628). "Es gab aber auch Tage mit nur zwei Leuten", sagt Klein und umschreibt den Sommer so: "Schönes Wetter zum Wandern und Radfahren; zum Baden hätte es ein paar Grad mehr gebraucht."
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