150 Zuhörer kommen
Hubert Treml sorgt für volle Spitalkirche

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Kultur
Schwandorf
22.02.2016
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Für die "Katholische Arbeitnehmerbewegung" ist der Sonntag heilig. "Er ist kein Tag wie jeder andere", sagt KAB-Kreisvorsitzender Franz Pointl. Er nutzt jede Gelegenheit, um für den Sonntag zu werben und die Bedeutung des freien Tages zu betonen. Nun organisierte Franz Pointl für den Tag sogar ein Konzert.

Wer Liedermacher Hubert Treml bucht, kann mit einem vollen Haus rechnen. Aber so brechend voll wie am Sonntagabend war die Spitalkirche selten. 150 Zuhörer wollten beim Konzert "Augenblicke - Ewigkeit" mit dabei sein und rückten ganz eng zusammen. An der Seite des Musikpoeten stand diesmal der Klarinettist und Saxophonist Sebastian Wurzer. "Oh wie göttlich ist es, nichts zu tun, und am siebten Tage auszuruhn", machte Hubert Treml Werbung für den Sonntag. "Und wie himmlisch, wenn kein Wecker schrillt".

Fol, Soul und Blues


"Augenblicke - Ewigkeit" nennt der Sänger und Entertainer seine "Lieder zum Sonntag". Aus verschiedenen Blickwinkeln nähert er sich dem besonderen Teil des Wochenendes, der eigentlich der Wochenanfang ist. Die CD ist ein Auftragsprojekt des KAB-Diözesanverbandes. Mit dem Erlös unterstützt die Katholische Arbeitnehmerbewegung Projekte im ostafrikanischen Uganda. Seine Texte unterlegt Treml mit den unterschiedlichsten Musikgenres. Von Folk über Soul und Blues bis zum Chanson. Dazwischen nimmt er seine Hand von der Gitarre und singt "A Capella". Einige Songs kennen die Zuhörer schon und machen mit.

Zum Beispiel den vom "Unterhemd-Brando vom Hammerweg" aus dem Album "Elvis lebt in Untergrammelsdorf". Unterhemd am Sonntag? Das musste KAB-Diözesanpräses Thomas Schmid erklären, der jeweils verbindende Gedanken dazwischenschob. Früher hatten die Gläubigen ihr Sonntagsgewand, das sie nach dem Kirchgang gleich wieder in den Schrank hängten.

Jugendliche ausgebildet


Das hat sich längst geändert. Für den Geistlichen ist das "Sonntagskleid" heute weniger ein Textil als vielmehr ein "Seelenkleid", das die innere Einstellung zum Sonntag zum Ausdruck bringen soll. "Wir wollen zeigen, dass uns der Sonntag gut tut", wünscht sich Thomas Schmid. "Leben ist mehr als Arbeit, Produktion und Geldverdienen", sagt Franz Pointl. Der freie Sonntag mache die Menschen frei, den Gottesdienst zu feiern und das Familienleben zu pflegen. Die Zuhörer bat der KAB-Kreisvorsitzende um eine Spende für Uganda. Dort unterstütze der Verband Schul- und Ausbildungsprojekte und investiere in Infrastrukturmaßnahmen. Seit 1986 wurden in den KAB-Lehrwerkstätten Ugandas 3970 Jugendliche zu Schreinern, Elektrikern, Klempnern und Schneidern ausgebildet.
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