Auftritt mit dem Programm "Sommer.Lieder.Glück"
Hubert Treml begeistert im Stodl

Hubert Treml (Mitte), Sepp Zauner (links) und Klaus Kuran traten gemeinsam in einer Scheune auf. Dem Publikum gefiel's. Bild: tie
Kultur
Schwandorf
18.07.2016
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Die große Scheune fasste die vielen Besucher gerade noch so, als auf dem Brunner-Hof in Richt der Gitarrist, Mundharmonika-Spieler und Sänger Hubert Treml auftrat. Er kam zusammen mit dem Geiger Sepp Zauner und dem Percussionisten Klaus Kuran, die alle gemeinsam das Programm "Sommer.Lieder.Glück" im Gepäck hatten.

"S' Leben hot mi gfreit" war die zentrale Aussage des freudevoll lyrischen Anfangsliedes, wobei man als Hörer ergänzen kann "S' gfreit mi oiwei no". Rhythmisch wesentlich fordernder war das nachfolgende Lied über die "Pfannakuachasuppn". Sie hat Treml wohl schon öfter geschmeckt. So begeistert, wie er sang, klatschte das Publikum gerne den Rhythmus mit.

Treml ist ein echter Bayer, der mitreißend bairisch spricht und singt. Auch seine Aussage, gerne an unüblichen Orten aufzutreten, entsprach dem Denken der Scheunenbesucher. Etwas wärmer hätte es sein können, aber dafür sang Hubert Treml "Huschala", seine Lobeshymne auf den Kamin, vor dem man die Wärme genießt. Es fehlte nur noch sein Lieblingsgericht, das er in "Pizza Italia" besang. Ernsthaft ging es weiter mit "Mahn, mahn, mahn", ein Gesang, der sich mit der Feierabend-Beschäftigung des Eigenheim-Besitzers, dem Rasenmähen, befasste.

Auch in den folgenden Liedern wurden die Besucher ermuntert, mitzuklatschen und mitzusingen, was der Stimmung im Raum sehr zu Gute kam. Sepp Zauner begleitete "Es steht a Pferdl in da Schweiz" nicht mit der Geige, sondern unterstützte den sehnsuchtsvollen Gesang mit Blockflötenspiel. "Jedes Auto braucht doch Benzin" lautete das nächste Lied. Es folgte "A jeder Lehrer braichad sei Kaffä" - und das liege klar an der großen Berufsanstrengung. Da passte das verträumte Geigensolo in "Des waar so schee" als Ausgleich gut.

Mit Pizzikato gab der Violonist dann den Rhythmus im letzten Lied vor der Pause. "Da Räsd vo mei Lem" war temporeich und bewies damit, dass Nichtstun gerade nicht passt. Flott ging es nach der Pause weiter. Ohne Gesang, aber mit fundamentalen Zusammenspiel von Geige, Gitarre und Cajon. Dann eine angedeutete Feierstunde des Gesangs: Immerhin kam man "zum Zoigl zamm". Die Realität übernahm erneut das Lied: "Im Radio hams gesagt, dass heit net regna duat". In Wirklichkeit werde man aber "batschnos". Das wurden die Besucher in der Scheune nicht. Dafür klopften die Regentropfen immer wieder laut aufs Dach. An selbigen Ort hätte auch das folgende Lied stattfinden können, das die Musiker zum Besten gaben: "Stodltortuarl". Es ermöglichte der Geige raffinierte Töne zu entfalten. Inhaltlich ging es um die "Annamiarl", die vor der Tür des Angebeteten steht. Der musste seinerseits aber pflichtgemäß zu den Kühen. So hat der Nebenbuhler Chancen. Treml bedankte sich herzlich bei seinen Mitspielern Zauner und Kuran, die beide seinen Gesang immer gekonnt unterstützten, sowie beim bestgelaunten Publikum. Das entließ alle drei aber erst nach einigen heftig beklatschten Zugaben, wobei "Die Nacht g'hört uns" für alle Anwesenden ein mögliches Motto war.
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