Dr. Marita Panzer stellt bei „Schwandorf liest“ im Künstlerhaus Werke ostbayerischer Autoren vor
Ikarus flüchtet übers Meer

Dr. Marita Panzer erzählte die Geschichte der Flüchtlinge "Daud und Iker". Bild: Hirsch
Kultur
Schwandorf
28.09.2016
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Ikarus hört nicht auf seinen Vater Dädalus und fliegt zu hoch. Das Wachs zwischen den Flügeln schmilzt, der Sohn stürzt ins Meer. So erzählt es die griechische Mythologie. Gernot Häublein hat die Sage umgeschrieben. "Isola Iker" nennt der Autor seine Geschichte, die er im Buch "Unterwegs" veröffentlicht hat .

In diesem Sammelwerk befassen sich Mitglieder des "Verbandes deutscher Schriftsteller Ostbayern" mit den Themen "Flucht und Vertreibung". Vorsitzende des Verbandes ist Dr. Marita Panzer. Die Autorin moderierte am Dienstag im Oberpfälzer Künstlerhaus einen literarischen Abend im Rahmen der Reihe "Schwandorf liest" und wählte für sich die Parallelgeschichte "Isola Iker" von Gernot Häublein.

Auf der Autobahn


Der Handwerker Daud muss mit seiner Familie aus dem Sudan fliehen. Die Frau stirbt unterwegs. Mit seinem Sohn Iker erreicht er die Mittelmeerküste, baut aus Treibholz ein Floß, spannt ein Segel und steuert Richtung Italien. Seinem Sohn schärft er ein, auf keinen Fall Meerwasser zu trinken. Iker hält sich nicht daran und stirbt, bevor sich ein Rettungsboot nähert.

Schriftsteller Helmut Hoehn ist auf seiner Rückfahrt von Dänemark auf der Autobahn einer Gruppe von Flüchtlingen begegnet, die entschlossen waren, ihrem Elend die Stirn zu bieten. Johann Maierhofer packte die Geschichte "Der Fremde" in eine märchenhafte Erzählung. Der Autor Martin Stauder erzählt von einer abenteuerlichen Flucht aus Schlesien im Jahre 1944. Die Grundlage für seine Geschichte bildet ein Interview mit einer Zeitzeugin.
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