Flottes Benefizkonzert zum Hundertjährigen der Mädchenrealschule
Drei Männer singen das hohe Lied auf die Weiblichkeit

Franz Schoier, Pfarrer Dr. Christoph Seidl (im Hintergrund) und Hubert Treml (von links) wiesen in Texten und Liedern auf die weibliche Seite der Geschichte hin. Es seien Frauen gewesen, die oft genug sinngemäß gesagt hätten: "So geht's nicht weiter." Bild: Götz
Kultur
Schwandorf
24.10.2016
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In der Sporthalle der Mädchenrealschule St. Josef fand die zweite besondere Veranstaltung zum 100. Jubiläum statt. Ein Benefizkonzert zugunsten einer Schule in Ghana war der würdige Hintergrund der Ereignisse des Abends. Schulleiterin Marlies Hoffmann verwies auf den erfolgreichen Tag der offenen Tür und betonte, dass dieser Abend einen weiteren Höhepunkt der 100-Jahr-Feier bilden werde.

Die Wahrheit dieser Aussage bewies das erste Lied mit dem Titel "Das Eva-Lied", das der Mädchenchor der Schule darbot. Es begleiteten Simone Zinnbauer an der Querflöte, Leonie Schicha an der Klarinette. Lena Blaschke spielte die Gitarre. Pfarrer Dr. Christoph Seidl übernahm die Moderation, stellte zuerst das Buch von Kaari Utrio "Evas Töchter. Die weibliche Seite der Geschichte" vor und wies auf die entscheidende Rolle von Frauen hin .

Weil viele Frauen ihr Gesicht gezeigt haben, wurden viele Erfindungen und Erkenntnisse gewonnen. Deshalb besangen Hubert Treml (Gitarre) und Franz Schuier (E-Piano) als Gruppe "b.o.s.s." die wichtige Rolle der Frauen. Seidl umriss Stationen des Werdegangs der Mädchenrealschule und wies auf die Bedeutung des Namensgebers hin. Passend danach erklang das Lied "Diesa Sepp is a guata Mo"

Seidl setzte seine Informationen fort, indem er Frauen pries, die ihre Männer tatkräftig unterstützten. Dabei entwarf er das Bild vom Hals (Frau) und Kopf (Mann) und äußerte " wohin sich der Hals dreht, muss der Kopf mit". Frauen werden gerne Engel genannt, weil sie Leistungen vollbrachten, die unerwartet waren. Das vertiefte Hubert Treml in einem Song, der Situationen beschrieb, in denen er gerne "einen Engel auf der Stiang hätt". Wichtig in diesem Zusammenhang sind Lehrerinnen und Lehrer, die dann in die Nähe von Engeln rücken, wenn sie die ihnen Anvertrauten ernst nehmen. Das ist anstrengend, weshalb der Sänger auch meinte "da Lehrer braucht an Kaffä".

Das hat er gut gesagt, zwei wären noch besser. Pfarrer Seidl munterte mit den Worten "Hey, das schaffst du" alle Zweifelnden auf und stellte fest, dass der Satz "Das schaffst du nie" das Schlimmste darstellt, was man einem Menschen sagen könne. Der Song "Es ist Land in Sicht" passte dazu nicht schlecht, noch besser kam das Lied von der "Kürbis-Suppn" an, da sie die folgende Pause krönen würde. Sie schmeckte wirklich gut.

Ebenso boarisch ging's weiter, selbst als "Elizabeth" für "Elvis" schwärmte. Seidls Kommentar: "Ohne Träume gibt es kein Leben". Dazu passte auch "Annamirl". Man hat immer neue Chancen, meinte er, auch unter den Lebensbedingungen, die gerade herrschen. Davon handelte "Chaine", mit dem Refrain "Chalala", den alle mitsangen. Gut gelaunt verstand man ebenso das Lied "Mei Tante", die "immer guat drauf is". Erinnerungen an die Schulzeit sind oft sehr verschieden, nur vorwurfsvoll sollten sie Seidl zufolge nicht sein. Große Visionen prägten das letzte Lied. "Dorothy" handelte von den Träumen des 14-jährigen Mädchens "over the rainbow".
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