Julia Schnorrer plant nächstes Projekt
Filmreif fürs Berufsleben

Und Action: Julia Schnorrer möchte nach ihrem Studium als Regisseurin und Drehbuchautorin durchstarten. Aktuell plant sie ihren zweiten Film mit dem Titel "The Hacker". Bild: hfz
Kultur
Schwandorf
09.08.2016
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Der Übergang vom Studium in den Beruf ist ein wichtiger Schritt. Auch für Julia Schnorrer. Sie hat aber ein klares Ziel. Denn für die 25-Jährige war und bleibt eines wichtig: "Ich will schöne Geschichten erzählen."

Das hat die gebürtige Klardorferin schon während ihres Studiums der Filmwissenschaften in Berlin getan. Sie hat Fangeschichten geschrieben. Neudeutsch schimpft sich das Fan-Fiction. Aber, und das ist für sie noch viel wichtiger, die 25-Jährige hat bereits einen Film veröffentlicht.

Die Dreharbeiten zum zweisprachigen Werk "Acceptance/Akzeptanz" waren bereits im Juli vergangenes Jahres. Der Streifen ist aber gerade erst fertig geworden. 2000 Euro hatte Schnorrer für ihr Projekt gebraucht. In der Filmlandschaft spricht man bei diesen Produktionskosten noch immer von einem No-Budget-Film. Das nötige Geld hat sich Schnorrer über Sponsoren und Crowdfunding besorgt. Das bedeutet, über eine Plattform im Internet Geld für die Finanzierung zu sammeln von Menschen, die eine (Geschäfts-)Idee mit ihrem Eigenkapital unterstützen können.

Zurück in die Oberpfalz


"Acceptance/Akzeptanz", der in Schwandorf spielt und ab Ende August gegen freiwillige Spenden als DVD erworben werden kann, handelt von einer Managerin, die nach einer Beförderung mit ihrer Freundin von England zurück in die Oberpfalz zieht. Dort meldet sich zum ersten Mal seit zehn Jahren ihr Vater, der lange ihren alternativen Lebensstil nicht guthieß. Als die Managerin ihrem Vater erzählt, dass sie nun ihre Freundin heiraten will, kommt es zu Spannungen. Wieso gerade diese Idee und dieser Ort? Schnorrer verrät, dass sie sich zuerst die Voraussetzungen angesehen und dann den Plot entwickelt hat. Sie überlegte sich, welche Schauspieler und welche Locations sie zu Verfügung hat und was die Zuschauer emotional berühre. Für sie sei von vornherein klar gewesen, dass sie in Schwandorf dreht: "Da kenne ich die Leute." Entstanden ist ein 17-minütiger Film, mit dem sie vor allem zeigen möchten, "dass ich etwas kann". Denn sie hat ein klares Ziel: Sie will als künftig als freiberufliche Regisseurin und Drehbuchautorin arbeiten.

Engagement in der Region


Schnorrer ist auf einem guten Weg. Denn die Planungen für einen neuen Film mit dem Titel "The Hacker" laufen bereits. Bei 5000 Euro Kosten immer noch ein Low-Budget-Film. Die 25-Jährige setzt wieder auf Crowdfunding. Wer das Projekt unterstütze, erhalte "Dankeschöns", erzählt sie. Für einen Euro gebe es eine Nennung im Abspann, für 25 Euro den Film als Download und für 75 Euro die DVD.

Der Streifen soll noch vor Weihnachten fertig sein. Gedreht wird vom 5. bis 8. September. In "The Hacker" geht es, wenig verwunderlich, um einen 17-jährigen Hacker, der auf eine Regierungsbeauftragte trifft. Der Clou: Im Film sind weder Computer, noch Handy zu sehen. Als Drehort hat Schnorrer einen Stall auserkoren. Außerdem verriet sie, dass der Film auf Englisch gedreht wird, weil sie zunehmend im englischsprachigen Raum arbeiten möchte. Aber auch in der Region. Sie hat bereits ein Engagement in Schwandorf, möchte aber nicht mehr verraten. Nur so viel sagt die 25-Jährige: "Ich bin überzeugt, dass auch in Schwandorf Filmkultur geschaffen werden kann."

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Weitere Informationen:

www.jays-lair.com/films/the-hacker-2016/the-hacker-2016-deutsch
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