"Klassik und Weltmusik für Cello und Gitarre"
Berührend tänzerische Musik

Roberto Legnani (Gitarre) und Ariana Burstein (Violoncello) spielten in der Spitalkirche. Bild: tie
Kultur
Schwandorf
17.03.2016
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"Klassik und Weltmusik für Cello und Gitarre" war angesagt. Das interessierte offensichtlich viele Leute. So blieben höchstens in den hinteren Reihen einige Plätze der Spitalkirche unbesetzt, ansonsten freuten sich viele Besucher auf Ariana Burstein (Violoncello) und Roberto Legnani (Gitarre).

Zwei keltische Musikstücke eröffneten die Vortragsfolge in nachdenklicher und fein die Tonfolgen verwirklichender Manier. Von Caspar Sanz folgte "Las Hachas". Deutlich wurde mit der Melodie des Cellos und in den tanzenden Akkorden der Gitarre die spanische Herkunft des Stückes vorgeführt. Eine Arie von Giovanni Paisiello haben die beiden Künstler einfühlsam für ihre Instrumente arrangiert und trugen sie überzeugend vor.

Chilenisches Lied


Überhaupt wurde immer wieder aufgezeigt, wie intensiv Ariana Burstein und Roberto Legnani die von ihnen vorgetragenen Stücke vorbereitet haben, so "Bamidbar", eine israelitische Wüstentanzfolge, oder "Fantasie", eine Originalkomposition der beiden, die den Frieden auf Erden beschwört. Auch der brasilianische Tanz "Maxixe" und die irische Musik von Turlough O'Carolan profitierte von diesem Gemeinschaftssinn.

Mit "Asturias" von Isaac Albéniz in einer Fassung, in der das Cello das unruhige Spiel der Gitarre mit langen Melodiebögen unterstützt, begann der zweite Teil des Konzerts. Spanische Musik, gefolgt von einem russischen Arbeiterlied und "Drei russischen Romanzen" mit Melodiereichtum. Ein chinesisches Liebeslied in intimer, leiser Gestaltung bildete den nächsten Programmpunkt. Schließlich "Musica en Andalucia", eine hochvirtuose Melodienfolge, in der sich erneut das Zusammenspiel von Adriana Burstein und Roberto Legnani zeigte. Als Zugabe erklang "Die Katze von Paris", eine rhythmische Herausforderung mit technischen Finessen: Fingerrutschen auf dem Cello, komplizierte Begleitfiguren auf der Gitarre. Dieser sonntägliche Spätnachmittag vermittelte den Besuchern das freudige Gefühl, bei schöner Musik dabei gewesen zu sein.
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