Knapp 2700 Gäste bei Dokumentarfilmtagen
Zwickler räumen wieder ab

Ann Katrin Thöle (stehend) machte den Kindern "Lust auf Bilder" und weckte die Neugierde. Bild: Hirsch
Kultur
Schwandorf
27.09.2016
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2679 Tickets hat das Zwickl-Team bei den fünften Schwandorfer Dokumentarfilmtagen verkauft. Rund 100 weniger als im Vorjahr. Initiatorin Anne Schleicher hat auch eine einfache Erklärung dafür.

Die Filme rund um den WAA-Widerstand waren 2015 der Renner. Das lokale Thema heuer, die Belebung der Schwandorfer Innenstadt, erreichte nicht annähernd das Publikumsinteresse.

Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld und Anne Schleicher ziehen nach neun Tagen "Zwickl" eine positive Bilanz. "Schwandorf hat sich damit bundesweit einen Namen gemacht", ist sich Susanne Lehnfeld sicher. Sieben Regisseure begleiteten die Dokumentarfilmtage und verliehen der Veranstaltung damit einen überregionalen Charakter.

Charme der Innenstadt


Was macht "Zwickl" aus? "Es ist der Charme der Innenstadt", denkt Anne Schleicher. Zwei Standorte nebeneinander, das Union-Kino und das alte Metropolkino, das mache den Reiz des Festivals aus. Den konnte diesmal, wer wollte, auch bei einer Runde auf der Radl-Rikscha erleben. Dazu komme das vielfältige Angebot. Diesmal standen 25 Filme auf dem Programm. Vier Vorstellungen waren ausverkauft: "Das Salz der Erde", "Die Blume der Hausfrau", "Hubert von Goisern" und "Die letzten Gigolos".

Der Vorverkauf lief eher schleppend. "Dafür ging diesmal mehr an den Kassen", beobachtete Anne Schleicher. Was sie als besonders angenehm empfand: "Wir hatten keine Probleme mit der Technik". Zufrieden mit der Resonanz war auch der Pächter des Union-Kinos, Frederik Hohrat, der im nächsten Jahr wieder mitmachen will. Auch für die Kleinen war etwas dabei. Ann Katrin Thöle machte den Kindern "Lust auf Bilder" und weckte deren Neugierde. Die Referentin für Filmbildung moderierte am Samstag drei dokumentarische Kurzfilme, bei der es um Flucht, Heimatverlust, Müllrecycling und die Kultur der Sprache ging.

Großes Engagement


25 000 Euro betrug der Etat für die fünfte Auflage. Etwa 11 000 Euro deckten die Eintritts- und Sponsorengelder ab, den Rest übernimmt die Stadt. Anne Schleicher hebt das große ehrenamtliche Engagement der "Zwickler", also ihres Teams hervor, ohne das ein solches Festival nicht möglich wäre.

Ihre eigene Leistung braucht sie dabei nicht unter den Scheffel zu stellen: Ohne Schleicher gäb's das "Zwickl" schlicht nicht, und die Stadt wäre um einen kulturellen Höhepunkt ärmer.
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