Markus Blume gibt Rathauskonzert in Nittenau
Musikalische Schätze gehoben

Markus Blume begeisterte mit seinem Klavierspiel beim ersten von vier sommerlichen Rathauskonzerten. Bild: sir
Kultur
Schwandorf
10.08.2016
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100 Jahre ist es her, seit Max Reger gestorben ist. Das Gedenken an den großen Komponisten ist Anlass für vier Rathauskonzerte in Nittenau. Den Anfang machte Markus Blume am Sonntagnachmittag, der am Klavier brillierte. Sein ehemaliger Lehrer war voll des Lobs.

Nittenau. Prof. Dr. Kurt Seibert übernahm die Aufgabe des Moderators - und erfreute sich am Können seines ehemaligen Schülers Markus Blume. Er hatte eher selten gehörte Werke ausgewählt, die nicht minder attraktiv sind wie bekannte Stücke, wie der Applaus im Foyer des Rathauses zeigte. Beeindruckt zeigte sich das Publikum vor allem vom virtuosen Spiel von Markus Blume.

Bürgermeister Karl Bley erinnerte an den Start der Konzertreihe im vergangenen Jahr. Edvard Grieg, Max Reger und Johannes Brahms: Seibert schlug eine Brücke zu diesen Komponisten. So hatte Grieg in Leipzig studiert, wo Reger später Professor wurde. Brahms und Reger seien Musik- und Kompositions-Unternehmer gewesen, seien stark ins Wirtschaftsleben eingebunden gewesen,, so der Professor. Musikalisch sei Brahms für Reger Vorbild gewesen, beide haben miteinander korrespondiert, es sei eine enge Bindung entstanden.

Johannes Brahms habe sich bei Robert und Clara Schumann vorgestellt, gemeinsam brachte man eine Musikzeitschrift herausgebracht. Die Schumanns seien begeistert gewesen von dem typisch Hamburger Jungen mit blondem Haar und blauen Augen - eine Tatsache, die Brahms bei seiner Karriere gut geholfen habe. Nordisch ging es zunächst zu beim Klavierkonzert, als er die Improvisata Op. 29 (über zwei norwegische Volksweisen) zum Besten gab: Leipziger Romantik und ein norwegisches Tänzchen. Und dann Max Reger: "Wunderschöne Stücke, hört man so gut wie nie. Aber entscheiden Sie selber, ob sie nicht öfter gespielt werden sollen", richtete Prof. Seibert sein Wort ans Publikum.

"Aus meinem Tagebuch Op. 82 Band 1", bot eine Auswahl an kurzen Musikstücken. Tosender Applaus gab den Worten von Prof. Seibert recht. Schade, dass diese herrlichen Melodien im wahrsten Sinne klanglos in Schubladen verstauben. Als sehr anspruchsvoll entpuppte sich die Sonate in C-Dur Op. 1 von Johannes Brahms. Das Publikum spendete Markus Blume reichlich verdienten Applaus. Ohne Zugabe ließ es ihn nicht gehen. Und so gab es zum Abschluss noch "etwas Leichtes" in Form eines Walzers.

Prof. Kurt Seibert dankte der Stadt Nittenau mit Bürgermeister Karl Bley für die Anschaffung des Flügels. Auch verdanke man den Klang einem exzellenten Techniker, der sich des Flügels annimmt - und natürlich dem großen Können von Markus Blume.
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