Porgramm des 10. Schwandorfer Klavierfrühlings
Poetische Zeit im Künstlerhaus

Künstlerischer Leiter, Professor Kurt Seibert, hat ein interessantes Konzept für das diesjährige Klassik-Festival in Schwandorf erarbeitet. Darin werden unterschiedlichste Facetten des großen Komponisten Robert Schumann dargeboten. Bild: Seibert
Kultur
Schwandorf
04.03.2016
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Er war Schriftsteller, Komponist und Herausgeber einer angesehenen Musikzeitschrift. Kenner des Musiklebens seiner Zeit und Streiter im Kampf gegen das "verzopfte" Spießbürgertum. Jetzt steht der Komponist Robert Schumann im Mittelpunkt des 10. Schwandorfer Klavierfrühlings.

Von Andrea Prölß

Unter dem Titel "Eine neue poetische Zeit..." wolle man Robert Schumann (1810-1856) nicht nur als Komponisten, sondern auch als Kind seiner Zeit, einer "vergangenen, bürgerlichen Musikkultur gebührende Aufmerksamkeit schenken", betont Professor Kurt Seibert, Gründer und Leiter des 10. Schwandorfer Klavierfrühlings (6. bis 13. März) in seinem Vorwort zum Programmheft. Markenzeichen sind auch in diesem Jahr Aufführungen abseits vom Mainstream, viele davon eingebunden in Gesprächskonzerte und Interpretationsseminare, in denen Seibert den Fokus auf kulturhistorische Hintergründe richtet.

Eröffnungskonzert am 6. März (16 Uhr): Kurt Seibert spielt Werke von Robert Schumann. Auf dem Programm stehen "Nachtstücke", "Waldszenen" und "Kinderszenen" sowie die bekannte "Kreisleriana", deren Titel sich auf eine literarische Figur des romantischen Schriftstellers E.T.A. Hoffmann bezieht.

Interpretationsseminar am 8. März (19 Uhr): Junko Tsuji (Klavier) spielt die "Drei Fantasiestücke" op. 111 und die "Drei Romanzen" op. 28 von Robert Schumann. Die Gesprächsleitung hat Kurt Seibert.

Interpretationsseminar am 9. März (19 Uhr): Christian Seibert (Klavier) spielt Schumanns "Carnaval". Die 21, zum Teil hoch virtuosen Charakterstücke sind nach Figuren der Commedia dell'Arte benannte, andere nehmen Bezug auf Personen aus Schumanns Umfeld. Auch "Florestan" und "Eusebius", die Pseudonyme des Musikkritikers Robert Schumann, geben sich die Ehre.

Gesprächskonzert am 10. März (19 Uhr): Kurt Seibert spielt und erläutert Schumanns "Album für die Jugend". Die 41 Miniaturen erzählen von der Erlebniswelt eines bürgerlichen Kindes der Biedermeierzeit, viele tragen aber auch autobiografische Züge. "Wilder Reiter" oder "Der fröhliche Landmann" sind bis heute Pflichtstücke im Klavierunterricht.

Interpretationsseminar am 11. März (19 Uhr): Unter dem Titel "Masken" spielt Karim Shehata (Klavier) Schumanns "Papillions" op. 2 und "Faschingsschwank aus Wien" op. 26. Die Gesprächsleitung hat Seibert.

Kinderkonzert am 12. März (16 Uhr): Christian Seibert (Klavier) und Anne Kathrin Meier (Rezitation) stellen den Komponisten Robert Schumann und die Figuren aus dessen "Carnaval" vor.

Abschlusskonzert am 13. März (11 Uhr): Christian Seibert (Klavier) und Jung Won Seibert-Oh (Violine) spielen Werke von "Robert Schumann and Friends". Zur Aufführung kommt auch die "F.A.E.-Sonate" für Violine und Klavier ("Frei, aber einsam"), ein Gemeinschaftswerk der drei befreundeten Komponisten Albert Dietrich, Johannes Brahms und Robert Schumann.

Veranstaltungsort ist wie immer das Oberpfälzer Künstlerhaus, wo auch das ausführliche Programmheft zum Klavierfrühling 2016 erhältlich ist. Erläuternde Texte und historisches Bildmaterial - zur Verfügung gestellt vom Robert-Schumann-Haus in Zwickau - geben Einblick in Schumanns Schaffen und Zeit. Karten gibt es an der Abendkasse.

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Weitere Informationen:

www.oberpfaelzer-kuenstlerhaus.de
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