Regensburger Verkehrsverbund gilt ab 1. April auch für den Landkreis-Norden
RVV dehnt sich aus

Die RVV-Geschäftsführer Josef Weigl und Kai Müller-Eberstein, Landrat Thomas Ebeling sowie seine Mitarbeiter Tim Dirmeier und Christian Meyer (von links) werben für das RVV-Ticket. Bild: rid
Kultur
Schwandorf
24.03.2016
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Eine Monatsfahrkarte der Bahn von Nabburg nach Regensburg kostet 233 Euro. Wer sich für die gleiche Strecke ein Ticket des "Regensburger Verkehrsverbundes" kauft, zahlt dafür nur 216 Euro und kann zusätzlich die ÖPNV-Busse nutzen. "Günstiger und mehr Leistung": Landrat Thomas Ebeling erwartet deshalb "zwar keine Massenwanderung, aber doch einen Zuwachs im Öffentlichen Personennahverkehr".

Zum 1. April erweitert der "Regensburger Verkehrsverbund" sein Gebiet nach Norden. "Sämtliche Bahnhalte im Landkreis Schwandorf sind integriert", versichert RVV-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein. Der Landkreis lässt sich diesen Service zwischen 80 000 und 120 000 Euro im Jahr kosten - zusätzlich zu den 600 000 Euro, mit denen er den "Öffentlichen Personennahverkehr" subventioniert. Landrat Thomas Ebeling weist auf die Vorteile für die Bürger im Raum Nabburg hin: "Ohne Aufpreis können Fahrgäste aus Diendorf, Perschen, Neusath und dem Stadtgebiet mit dem RVV-Ticket die Busse als Zubringer zum Bahnhof nutzen".

"Wir wollen mehr Fahrgäste in das System bringen", erklärt RVV-Vertreter Josef Weigl die Hintergründe für die Ausweitung bis Weiden und Amberg-Sulzbach. Mit seinen Angeboten ziele der "Regensburger Verkehrsverbund" nicht nur auf "Pendler, Studenten und Gelegenheitskunden" ab, sondern wende sich auch an Familien. Der Geschäftsführer nennt ein Beispiel: Zwei Erwachsene aus Nabburg fahren wochentags ab 9 Uhr oder am Wochenende den ganzen Tag für 15.90 Euro nach Regensburg und wieder zurück und können dort zusätzlich die Stadtbusse nutzen. Eigene Kinder und Enkel bis zum 15. Geburtstag dürfen sie kostenlos mitnehmen.

Eine weitere Variante ist das "Job-Ticket Plus". Mit diesem Angebot kommen künftig auch die Mitarbeiter kleinerer Unternehmen in den Genuss "einer stark rabattierten Fahrkarte", so Weigl. Auch hier ein Beispiel: Arbeitnehmer aus Wernberg-Köblitz pendeln für monatlich 77,20 Euro nach Schwandorf oder für 191 Euro nach Regensburg. Einzige Voraussetzung: Der Arbeitgeber muss sich mit einem Mindestzuschuss von zehn Euro pro Monat am "Job-Ticket Plus" beteiligen. "Am Abend und am Wochenende gelten auch für dieses RVV-Abonnement großzügige Mitnahmemöglichkeiten", erklärte Weigl.

Die RVV-Vertreter erwarten vor allem einen Zuwachs bei den Studenten aus dem Landkreis Schwandorf. Kai Müller-Eberstein nennt die Vorteile: "Sie können zu Hause wohnen und günstig und schnell die Uni in Regensburg erreichen". Der RVV-Geschäftsführer beobachtet sogar eine umgekehrte Entwicklung: "Immer mehr Studenten ziehen aus Regensburg weg und pendeln aus ihrem Wohnort ein". Aus dem Landkreis Schwandorf sind dies täglich 7000 Menschen, die mit der Bahn nach Regensburg fahren.
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