Schriftsteller Christian Huber hat Schwandorfer Wurzeln
Ein Bayer, der in Berlin lebt

Wahl-Berliner Christian Huber hat sein erstes Buch veröffentlicht. Es heißt "Fruchtfliegendompteur" und darin erzählt der Autor mit Schwandorfer Wurzeln auf höchst amüsante Weise Geschichten aus dem Alltag in der Bundeshauptstadt. Bild: hfz
Kultur
Schwandorf
08.01.2016
201
0

Prenzlauer Berg, das Sehnsuchtsziel (west)deutscher Künstler und Bohèmes, ist die neue Heimat des Schriftstellers Christian Huber. Bei diesem Nachnamen ist klar: Der junge Mann kommt eigentlich aus dem Süden der Republik. Aus Schwandorf, um genau zu sein.

Schwandorf /Berlin. Derzeit macht er deutschlandweit Furore mit einem Buch, das binnen kurzem die zweite Auflage erreicht hat. "Fruchtfliegendompteur" lautet der lustig-absurde Titel des Erstlingswerks, das in der heutigen Ausgabe unserer Zeitung auf der Kulturseite 46 besprochen wird.

Auch wenn in der offiziellen Biografie, mit der der Piper-Verlag seinen Newcomer vorstellt, Regensburg als Geburtsort von Christian Huber angegeben ist, so hat der heute 31-Jährige doch die meiste Zeit seines Lebens in Schwandorf verbracht, genauer in Klardorf, dem südlichen Stadtteil der Großen Kreisstadt.

Huber kommt aus einer Lehrerfamilie. Mutter Luise ist an einer Nabburger Grundschule beschäftigt, Vater Franz Xaver der weithin bekannte Chef des Nabburger Schmeller-Gymnasiums. Die Eltern sehen das künstlerische Engagement ihres Sohnes durchaus mit Wohlwollen. Auch schon, als er sich noch mehr der Musik zugewandt fühlte. Und das war schon früh.

Manche in Schwandorf erinnern sich noch an das Hip-Hop-Duo "True Stylists", zu dem Huber gehörte. Die Wurzeln der Band gehen auf das Jahr 1997 zurück, als Klein-Christian gerade mal 13 Jahre alt war.

Entfremdet hat sich der junge Autor seiner alten Heimat nicht, ganz im Gegenteil. "Ich bin ein Bayer, der in Berlin lebt", definiert er sich selbst. "Erst Weihnachten war ich wieder in Klardorf", erzählt er, und dass er beim Spaziergang mit den Eltern einen "Kindheits-Flashback" erlebte, als ihr Weg am Fußballplatz und an der Tennisanlage vorbei führte. Beide Sportarten hat er früher gerne ausgeübt - wenn auch nicht so virtuos, wie er jetzt mit Worten umgeht.

"Wichtig war mir zu Weihnachten auch, in Schwandorf alte Freunde zu treffen und uns auszutauschen." Unter anderem mit den früheren Schulkameraden des 2004er-Abiturjahrgangs des örtlichen Gymnasiums. Die verstreute es nach dem Abschluss; Huber selbst ging zunächst nach Regensburg, wo er zwei Jahre studierte und in der Folgezeit als Radio-Produzent und Werbetexter sein Auskommen fand. Ende 2010 erfolgte dann der Sprung nach Berlin.

In die Hauptstadt zog es den hoffnungsfrohen Künstler der Musik wegen und der Kontakte, die sich dort ergeben würden. Er arbeitete als Komponist, Musikproduzent, Radioproduzent, auch als freier Autor. Und machte sich einen Namen im Medium Twitter, wo er unter dem Pseudonym "Christian Pokerbeats" eine bekannte Figur wurde. - auf die schließlich auch der renommierte Piper-Verlag ein Auge warf. Und so kamen jene Verbindungen zustande, die in das Buch "Fruchtfliegendompteur" mündeten. Das wird Huber übrigens demnächst wieder nach Schwandorf führen: Am 7. April liest er daraus in der Kebbel-Villa vor.
Weitere Beiträge zu den Themen: Christian Huber (8)Fruchtfliegendompteur (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.