Zwickl-Dokumentarfimtage für jede Altersgruppe
Gigolos und krähende Hähne

Bei der Seniorenvorstellung "Die letzten Gigolos" war das alte Metropolkino ausverkauft. Bild: Hirsch
Kultur
Schwandorf
22.09.2016
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Dokumentarfilme für jede Altersgruppe: Dem Anspruch wird das Zwickl gerecht. Für Senioren gab's am Mittwoch "Die letzten Gigolos" vor ausverkauftem Haus, der Samstag gehört zunächst den Kindern.

Ausverkauft war die Seniorenvorstellung des Films "Die letzten Gigolos" am Mittwochvormittag im alten Metropolkino. Der Seniorenbeirat übernahm die Kosten für den Besuch im Rahmen der Zwickl-Dokumentarfilmtage.

Die "letzten Gigolos" sind graumelierte Herren, die ihren Lebensabend auf Kreuzfahrtschiffen verbringen und allein reisende Damen begleiten. Die Kavaliere alter Schule tanzen und amüsieren sich mit den Frauen ab 60 und erfüllen damit deren Urlaubsträume. Auf eine lebensbejahende Weise erzählt der Film von Glückserlebnissen und Enttäuschungen der Single-Frauen "auf der Flucht vor der häuslichen Einsamkeit". Mit einem Augenzwinkern für das Älterwerden.

Pädagogische Begleitung


Die Zwickl-Dokumentarfilmtage wenden sich am Samstag, 24. September, im Metropol auch den ganz jungen Zuschauern. Die Kinder werden vor den Leinwand nicht alleine gelassen: Ann Katrin Thöle übernimmt die pädagogische Begleitung der beiden Vorstellungen. Ann Katrin Thöle hat Film- und Fernsehwissenschaft, Geschichte und Romanistik in Bochum und Paris studiert. Sie war bei "doxs! dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche" tätig und hat als Referentin für Filmbildung des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln Filmprogramme für junge Zuschauer kuratiert und medienpädagogische Angebote entwickelt. Rund 40 Minuten dauert das Programm für die vier- bis fünfjährigen Kinder, das um 10 Uhr beginnt. Gezeigt werden drei kurze Filme.

"Kundschaft" dreht sich um Kinder, die neu in der Stadt sind. Einige von ihnen sind auf der Flucht hierhergekommen. Gemeinsam mit Klassenkameraden erkunden sie das Viertel rund um ihre Schule - die Schneiderei, den Blumenladen oder den Anglerbedarf-Laden. Dabei sammeln sie Töne und Geräusche und zeichnen ihre Beobachtungen auf.

"Onomatopoetikum" behandelt das Nachahmen von Tierlauten. Jedes Kind weiß, dass die Kuh "muh" und der Hahn "kikeriki" macht. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Wie muht die Kuh in Italien? Wie bellt der Hund in China oder wie quakt der Frosch auf Französisch?

"Illustration: Compostage" schließlich beginnt in einer Kiste, randvoll mit Biomüll. Für Regenwürmer ein Paradies. Mit Beharrlichkeit fressen sie sich durch den Haufen und wandeln die Küchenabfälle in neue fruchtbare Erde. Zusammengesetzt aus 1500 Einzelbildern zeigt die animierte Doku den Nährstoffkreislauf im Schnelldurchlauf. Der Filmblock für Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren beginnt um 14 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Außer den oben vorgestellten Filmen läuft zusätzlich "Nieuw / Alles neu ". Tanans (8) dachte immer: Die Weißen malen sich weiß an. Jetzt ist er mitten unter ihnen und wohnt zum ersten Mal in einem richtigen Haus. Tanans kam aus einem Flüchtlingslager in Uganda nach Holland. Mit großen Augen erkundet er seine neue Heimat und hört, wie die Menschen sprechen. Ihre Sprache klingt nämlich wie "chrr".

Der Eintritt pro Filmblock beträgt wie immer 2 Euro, also einen Zwickl.

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Weitere Informationen:

www.2wickl.de
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