29. Bundestreffen der "Falkenauer" in Schwandorf - 1000 Gäste erwartet
Gedenken an Vertriebene

Der Leiter der Falkenauer Heimatstube, Wilhelm Dörfler, ist stolz auf die Kastenkrippe aus der ehemaligen Möbelstadt Königsberg (rechts). Bild: rid
Lokales
Schwandorf
26.09.2015
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Wilhelm Dörfler zeigt stolz auf das wertvollste Stück seiner Sammlung: eine Kastenkrippe aus der ehemaligen Möbelstadt Königsberg im Kreis Falkenau. Der Leiter der "Heimatstube" im Stettnerhaus hat das handgeschnitzte Stück aus dem Nachlass eines verstorbenen Landsmannes erhalten.

Die Eröffnung der "Falkenauer Heimatstube" mit dem Oberbürgermeister bildet den Auftakt für das alle zwei Jahre stattfindende Bundestreffen der Vertriebenen in Schwandorf. Am Wochenende findet es zum 29. Mal statt. Zur Blütezeit kamen bis zu 6000 Teilnehmer, diesmal erwartet Heimatkreissprecher Gerd Hampl etwa 1000 Gäste.

Heute geht es um 9.45 Uhr mit der Kranzniederlegung am "Wastl" in der Fichtlanlage und dem Gedenken an die Opfer der Vertreibung weiter. Um 11 Uhr eröffnen OB Andreas Feller und Verbandsvorsitzender Gerd Hampl in der Oberpfalzhalle eine Foto- und Gemäldeausstellung mit Zeichnungen des Künstlers Fritz Lederer aus Königsberg an der Eder, der das Konzentrationslager Theresienstadt überlebt hat. Ferner sind historische Aufnahmen der Stadt Falkenau zu sehen. Um 16 Uhr beginnt in der Spitalkirche der Festakt mit Peter Barton als Festredner. Der Leiter des "Sudetendeutschen Büros" in Prag bahnt Kontakte zwischen bayerischen und tschechischen Politikern, Wissenschaftlern, Kirchenvertretern, Künstlern und Bürgerinitiativen an.

Der Heimatverband hatte einst 1200 Mitglieder. Heute sind es noch 585. Sie treffen sich am Sonntag zur Wiedersehensfeier in der Oberpfalzhalle - begleitet von Angehörigen und Freunden, die die Tradition aufrecht erhalten wollen.
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