50 Jahre Dauben im Visier

Zahlreiche Ehrengäste würdigten beim Kommersabend die Leistungen der Klardorfer Stockschützenabteilung. Bild: kga
Lokales
Schwandorf
09.12.2014
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Es gibt sie seit fünf Jahrzehnten. Seitdem sind die Klardorfer Stockschützen zu einem festen Bestandteil im sportlichen und gesellschaftlichen Leben des Ortes geworden. Zur Jubiläumsfeier wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet.

Auch wenn sportlich alles nicht so glatt lief, wie es sich Abteilungsleiter Rolf Bemmerl gewünscht hätte - beim Kommersabend standen Mitglieder im Mittelpunkt, die sich seit Jahren für den Stock-Sport einsetzen.

"Die sportliche Seite der Eis-Saison verlief nicht rosig", sagte Bemmerl. Drei gemeldete Mannschaften mussten absteigen. "Die neuen Klassenregelungen trafen uns", so Bemmerl. Auf Asphalt schaffte die zweite und dritte Mannschaft dagegen den Aufstieg. Bei den Pokalturnieren, der Zielschießmeisterschaft, im Kreispokal und bei der Dorfmeisterschaft wurden gute Platzierungen. Mit Marco Scheibinger kann die Abteilung erstmals wieder einen jungen Zugang verzeichnen. Er bestreitet zur Zeit mit der Haselbacher Jugend Wettbewerbe. Premiere in Klardorf: "Seit diesem Jahr gehören vier aktive Schützinnen zum Team", sagte Bemmerl.

Festredner Karl Söllner rief die vergangenen 50 Jahre der TSV-Abteilung in Erinnerung. 1964 gründete Karl Söllner im Gasthaus Liebl die erste organisierte Eisstockabteilung im Altlandkreis Burglengenfeld. Gründungsmitglieder waren neben Söllner, Georg Hofmann, Josef Sieß, Josef Lautenschlager, Siegfried Bruckner und Karl Mulzer. Mit einer Mannschaft nahm der TSV den Spielbetrieb im Bezirk Niederbayern auf. 1973 entstanden die ersten Asphaltbahnen, der Sommerbetrieb wurde eingeführt. Der TSV trainierte auf dem Parkplatz vor dem Sportheim.

Im Bayernpokal

1976 wurde die erste eigene Asphaltbahn gebaut. Eine Jugendmannschaft nahm den Sportbetrieb auf. Das Team galt in den Folgejahren als Aushängeschild. 1979 und 1980 nahm die TSV-Jugend an den Bayerischen Meisterschaften teil. Mehrmals qualifizierte sie sich für den Bayernpokal und erzielte 1981 mit dem dritten Platz einen großartigen Erfolg. Aber auch mit den Seniorenteams ging es aufwärts: 1977 Aufstieg in die Landesliga, 1978 Aufstieg in die Oberliga. Ein Tief brachte dann den Abstieg bis in die Bezirksklasse. 1993 wurde eine neue Asphaltbahnanlage mit sieben Bahnen errichtet, 1995 ein neues Stockschützenheim gebaut. Auch sportlich zeigte der Weg wieder nach oben. 1999 folgte der Aufstieg in die Oberliga, 2000 in die Bayernliga.

Sechs Jahre hielt sich die TSV-Abteilung in der Klasse. 2010 wurden fünf Pflasterbahnen gebaut. Dies war ein finanzieller Kraftakt für die Abteilung und wurde ohne finanzielle Unterstützung des Hauptvereins und ohne öffentliche Mittel gestemmt. Zum heutigen Zeitpunkt sind auf Eis drei Mannschaften und auf Asphalt vier Teams gemeldet.

Pfarrer Peter Wolz, Schirmherr Stadtrat Andreas Weinmann, Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf, TSV-Vorsitzender Andreas Böhm und der Kreisvorsitzende Konrad Roidl überbrachten Grüße und zollten der Abteilung Anerkennung. Roidl überreichte Karl Söllner, Stefan Krüger und Rolf Bemmerl für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand die silberne Ehrennadel. Die Gründungsmitglieder Josef Lautenschlager und Josef Sieß wurden mit einem Präsent ausgezeichnet.

Die Vereinsmeister

Anschließend nahmen Spartenleiter Rolf Bemmerl und Karl Söllner die Ehrung der Vereinsmeister vor. Den ersten Platz sicherte sich Dietmar Wein mit 166 Punkten. Zweiter wurde Stefan Krüger mit 128 Punkten vor Max Koch mit 122 Punkten. Im Mannschaftswettbewerb siegte die Moarschaft Ludwig Braunreiter, Manfred Sigl und Rolf Bemmerl. Für 100 Spieleinsätze wurde Günther Merl und für 500 Spieleinsätze Gottfried Eichinger ausgezeichnet. Die meisten Einsätze in der abgelaufenen Saison erzielte Günther Merl mit 18, vor Dietmar Scheibinger mit 15 und Rolf Bemmerl mit 14.
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