Ab 25. September wieder Bundestreffen der Falkenauer in Schwandorf - Ausstellung und Festvortrag
Alte Heimat bleibt unvergessen

Erwin Rippl, Rudolf Götzl und Gerd Hampl vom Heimatverband der Falkenauer (von links) organisieren das 29. Bundestreffen in Schwandorf und lassen sich von Oberbürgermeister Andreas Feller (Zweiter von links) und der städtischen Sachbearbeiterin Sabine Brunner (rechts) unterstützen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
09.09.2015
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Peter Barton (58) ist Leiter des "Sudetendeutschen Büros" in Prag und bahnt Kontakte zwischen bayerischen und tschechischen Politikern, Wissenschaftlern, Kirchenvertretern, Künstlern und Bürgerinitiativen an. Der gebürtige Tscheche emigrierte 1983 nach Deutschland, um hier zu studieren, und kehrte 2002 als Geschäftsführer des "Sudetenteutschen" Büros nach Prag zurück. Beim 29. Bundestreffen des Heimatverbandes der Falkenauer vom 25. bis 27. September in Schwandorf wird Peter Barton den Festvortrag halten.

Die beiden Partnerstädte Schwandorf und Sokolov (früher Falkenau) verbinden zahlreiche Gemeinsamkeiten. Sie sind etwa gleich groß, haben in ihrer Region eine Bergbaugeschichte und wurden am 17. April 1945 von alliierten Kampfflugzeugen bombardiert. Auf den Tag genau 55 Jahre später, am 17. April 2000, besiegelten die damaligen Oberbürgermeister Hans Kraus und Dr. Karel Cernik die Städtepartnerschaft.

Kranzniederlegung

Das 29. Bundestreffen beginnt am Samstag, 26. September, um 9.45 Uhr mit der Kranzniederlegung am "Wastl" in der Fichtlanlage und dem Gedenken an die Opfer der Vertreibung. Um 11 Uhr eröffnen Oberbürgermeister Andreas Feller und Verbandsvorsitzender Gerd Hampl in der Oberpfalzhalle eine Foto- und Gemäldeausstellung mit Zeichnungen des Künstlers Fritz Lederer aus Königsberg an der Eder, der das KZ Theresienstadt überlebt hat. Ferner sind historische Aufnahmen der Stadt Falkenau zu sehen. Um 16 Uhr beginnt in der Spitalkirche der Festakt mit Peter Barton als Festredner. Der Tag der Begegnung und der Wiedersehensfeier ist traditionsgemäß der Sonntag. Bis zu 6000 Besucher kamen in der Blütezeit des Heimatverbandes dazu nach Schwandorf.

Beim letzten Treffen vor zwei Jahren waren es immerhin noch 1200. Die meisten von ihnen sind Spätaussiedler, die in den 1960er-Jahren ihre tschechische Heimat verlassen haben. "70 Jahre nach Kriegsende leben nur noch wenige Zeitzeugen", gibt Ehrenvorsitzender Rudolf Götzl zu verstehen. Er selbst geht "auf die 90 zu" und hat die Vertreibung miterlebt. Die Heimatstube im Stettnerhaus in Schwandorf erinnert an jenes dunkle Kapitel deutscher Geschichte.

Am Freitag, 25. September, wird Rudolf Götzl um 10 Uhr gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Feller die Heimatstube wieder öffnen.
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