Agentur für Arbeit fördert Maßnahmen für Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss oder mit geringer ...
1,7 Millionen Euro für die Weiterbildung

Lokales
Schwandorf
15.11.2014
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Dass die Arbeitsagentur Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose anbietet, ist bekannt. Die Behörde gibt allerdings auch Geld für die Weiterbildung von Beschäftigten im Betrieb aus: "Mit dieser Förderung erhöhen sich die Beschäftigungschancen der Arbeitnehmer insgesamt. Sie trägt außerdem dazu bei, dass sich Betriebe ihre Fachkräfte sichern können", erklärt der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann in einer Pressemitteilung.

Seit Jahresbeginn hat die Agentur für Arbeit Schwandorf die Weiterbildung für Beschäftigte mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert. Damit will sie die Qualifikation von Arbeitnehmern ohne Berufsabschluss verbessern. Unterstützung gibt es auch für gering qualifizierte Beschäftigte für die Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen. Dazu zählen Beschäftigte, die entweder keine Ausbildung haben oder seit mehr als vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten.

43 Arbeitnehmer gefördert

Arbeitgeber, die Mitarbeiter für eine Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen, können von der Arbeitsagentur für Arbeit Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent und mehr für den Arbeitslohn geltend machen. In diesem Jahr hat die Behörde bisher 43 Arbeitnehmer gefördert, die nach Abschluss der Weiterbildung einen Berufsabschluss erwerben. Für Beschäftigte, die das 45. Lebensjahr vollendet haben und die einem Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern angehören, werden die Weiterbildungskosten ebenfalls gefördert. Voraussetzungen sind aber, dass sie während der Weiterbildung Lohnanspruch haben, die Maßnahme außerhalb des Betriebes angeboten wird und der Bildungsträger sowie die Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt wurde die Förderung beschäftigter Arbeitnehmer auch auf Beschäftigte unter 45 Jahren befristet ausgeweitet. Allerdings ist hier zusätzliche Voraussetzung, dass sich der Arbeitgeber mit mindestens 50 Prozent an den Lehrgangskosten beteiligt. Mit der nur noch bis Ende diesen Jahres befristeten Regelung sollen Anreize für eine stärkere Weiterbildungsbereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmen geschaffen werden.

Drei Kriterien

Ob und in welchem Umfang eine geplante Weiterbildung gefördert werden kann, entscheidet die Agentur für Arbeit unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen, der Inhalte der Maßnahme sowie der regionalen Arbeitsmarkterfordernisse. Wichtig ist daher, dass die Betriebe und Unternehmen bereits bei ihren ersten Überlegungen Kontakt mit der Behörde aufnehmen.
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