Alfredo Malikoski tritt zweite Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde an
Beginn eines gemeinsamen Weges

Dekan Karlhermann Schötz überreichte Alfredo Malikoski (links) die Ernennungsurkunde. Sehr zur Freude von Pfarrer Arne Langbein (Mitte), der nun wieder Verstärkung bekommen hat.
Lokales
Schwandorf
04.05.2015
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Auf Milton Jandrey folgt Alfredo Malikoski. Er stammt ebenfalls aus Brasilien und übernimmt in den nächsten fünf Jahren die zweite Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Schwandorf, Wackersdorf und Steinberg am See mit 4000 Mitgliedern. Was er von den Gläubigen erwartet, verriet der 49-jährige Geistliche bei seiner offiziellen Ernennung am Sonntag in der Erlöserkirche.

Alfredo Malikoski ist Brasilianer mit deutschen Wurzeln. Er arbeitete zuletzt im Bundesstaat Espirito Santo im Südosten des Landes. Vor 25 Jahren kam er nach Deutschland, um in Marburg zu studieren. Dort lernte Alfredo auch seine Frau Olga kennen, die aus Russland stammt und mit ihm nach Brasilien ging. Jetzt kehrt das Ehepaar nach Deutschland zurück, gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Mikhail (10) und Aleksei (6).

Dekan Karlhermann Schötz (Sulzbach-Rosenberg) überreichte dem Pfarrer am Sonntag die Ernennungsurkunde. Damit war neun Monate nach dem Abschied von Milton Jandrey die zweite Pfarrstelle wieder besetzt. Darüber freuten sich vor allem Pfarrer Arne Langbein und Diakon Jürgen Weich, die die Zeit überbrücken mussten. Im Namen der Pfarrgemeinde hieß der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Frank Möller, die Familie Malikoski willkommen und betonte: "Wir sind gespannt auf die Sichtweise des neuen Pfarrers".

Für Landrat Thomas Ebeling ist Alfredo Malikoski "der lebende Beweis dafür, dass sich auch nach der WM noch Brasilianer nach Deutschland trauen". Er hieß ihn in der "Diaspora" willkommen und versicherte: "Schön, dass Sie da sind". Oberbürgermeister Andreas Feller ermunterte den Geistlichen: "Lassen Sie sich nicht verbiegen und bleiben Sie authentisch". Er lud ihn zu einer Stadtführung seiner Wahl ein und will ihn dabei begleiten. "Am liebsten wäre mir eine kulinarische".

Reinhild Schneider und Hans Zeller, Vertreter der für den Austausch mit Brasilien zuständigen Diakonie Neuendettelsau, begrüßten die Familie mit einem Geschenkkorb. Grüße entboten ferner die beiden Pfarrer Birgit Schwalbe-Eberius aus Rieden und Roman Breitwieser aus Tirschenreuth. Der katholische Dekan Hans Amann zeigte sich überzeugt: "Alfredo wird den christlichen Glauben in der Stadt verstärken und neue Impulse setzen".

Der neue Pfarrer wandte sich an die Gläubigen mit der Bitte: "Ich hoffe, dass wir uns gut verstehen und uns gemeinsam auf den Weg machen". Er habe in den letzten Monaten zwar intensiv Deutsch gelernt, so der Geistliche, bat aber dennoch um Nachsicht und Verständnis.
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