An die Mitarbeiter denken

Dorothea Seitz-Dobler von der Arbeitsagentur, Unternehmensberater Lothar Pernpeintner, Gleichstellungsbeauftragte Helga Forster, Finanzbeamter Alois Prey und IHK-Referentin Sandra Hennig (von links) gestalteten das Seminar "Steuerliche Aspekte einer familienfreundlichen Personalpolitik". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
11.10.2015
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Das Steuerrecht kennt 22 Arten von Sachleistungen, mit denen der Arbeitgeber seine Mitarbeiter belohnen kann. Tankgutscheine, Dienstwagen, Handy oder Kindergartenzuschuss. Das ist den Leuten meist lieber als eine Lohnerhöhung.

"Das kann umgerechnet bis zu 100 Euro im Monat ausmachen", sagt Lothar Pernpeintner. Der Ingolstädter Unternehmensberater klärte die Seminarteilnehmer im Fortbildungszentrum Charlottenhof auf. "Steuerliche Aspekte einer familienfreundlichen Personalpolitik". So war die gemeinsame Veranstaltung von Familienbündnis, Arbeitsagentur und Industrie- und Handelskammer überschrieben.

"Geldwerte Vorteile" seien dem Arbeitnehmer häufig lieber als Lohnerhöhungen, über die sich nur der Fiskus freue, hörten die Arbeitgebervertreter aus berufenem Mund. Wer der "kalten Progression" entgehen wolle, lasse sich seine Mehrarbeit mit Sachleistungen honorieren, so Lothar Pernpeintner. Weil aber der Teufel im Detail stecke, sollte sich die Arbeitgeber aufklären lassen. Zum Beispiel beim Finanzamt: Dessen Vertreter Alois Prey nahm zu Fragen der "geldwerten Vorteile im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnungen" Stellung und riet den Firmenvertretern, sich über die steuerlichen Vor- und Nachteile der Zuwendungen gut zu informieren.

Peter Wild von der Sparkasse kennt zwar die Möglichkeiten der Sachleistungen, nicht aber deren Wirkung. Er möchte mehr darüber erfahren, wie sie bei den Empfängern ankommen. Für den Personalchef der Bank war deshalb der Austausch unter den Firmenvertretern wichtig.

"Die Unternehmen müssen sich mitarbeiterfreundlich aufstellen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen", betonte Sandra Hennig. Über die Hälfte der Eltern sei überzeugt, so die Referentin der Industrie- und Handelskammer für Bildungspolitik und Fachkräftesicherung, dass es helfen würde, "wenn sie der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung unterstützt". Sie nannte als Beispiele einen Zuschuss oder die Einrichtung eines "Eltern-Kind-Büros".
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