Anfangsverdacht gegen Eierproduzenten
Belastende Videos

Lokales
Schwandorf
29.05.2015
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Sie sprachen am 11. Mai im Landratsamt vor und hatten ein Video dabei. Darauf sind Umweltverschmutzungen zu sehen, denen jetzt die Staatsanwaltschaft und die Behörden nachgehen. Im "Visier" befindet sich dabei ein Eierproduzent aus dem südöstlichen Landkreis.

Die Video-Besitzer, eine private Umweltorganisation, sprachen von zwei Betrieben, die umweltgefährdend agierten. Wie Landratsamt-Sprecher Hans Prechtl gestern auf NT-Anfrage mitteilte, hätten Mitarbeiter mehrerer Abteilungen seiner Behörde eine Ortseinsicht vorgenommen - mit dem Ergebnis, dass ein Betrieb seine Abwässer ordnungsgemäß entsorge.

Beim anderen Eierproduzenten sehe dies indes anders aus. Hier bestehe der Anfangsverdacht der Umweltverschmutzung und daher sei die Staatsanwaltschaft informiert worden. Gleichzeitig habe das Wasserwirtschaftsamt Weiden dort Wasser- und Bodenproben entnommen, die derzeit analysiert würden.

"Wenn der Verdacht zutrifft, dann könnte sich die Sache im Bereich einer Straftat bewegen", betonte Prechtl. Dann gehe es zum einen um die möglichst rasche Wiederherstellung der ordnungsgemäßen Entsorgung, zum anderen um ein adäquates juristisches Vorgehen gegen den Verursacher.

Die Klarstellung

Einen Umstand wollte der Behörden-Sprecher klar festgestellt wissen: "Es handelt sich hier keineswegs um einen Lebensmittelskandal, der in den internen Produktionsbereich fällt, sondern um eine mögliche Verschmutzung der Umwelt."
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