Anstieg im Januar um rund 31 Prozent - Quote bleibt dennoch unter dem bayerischen Durchschnitt
Winter treibt Arbeitslosenzahl nach oben

Lokales
Schwandorf
29.01.2015
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Der Winter lässt die Arbeitslosigkeit im Bereich Schwandorf regelmäßig kräftig ansteigen, der Januar 2015 bildet da keine Ausnahme. Im Bezirk der Hauptagentur für Arbeit Schwandorf (Landkreis ohne Oberviechtach) stieg die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar deutlich um rund 720 arbeitslos gemeldete Arbeitnehmer an.

Das entspricht einem Plus von rund 31 Prozent. Vor allem Arbeitnehmer mit Außenberufen meldeten sich arbeitslos. Das teilte die Agentur für Arbeit mit.

Die Arbeitslosenquote kletterte von 3,1 Prozent im Dezember auf 4,1 Prozent im Januar. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote ebenfalls bei 4,1 Prozent. Dennoch bleibt der Bezirk unter dem bayerischen Schnitt, der bei einer Quote von 4,3 Prozent liegt.

Mitte Januar waren im Hauptagenturbezirk rund 3050 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres stieg die Arbeitslosigkeit geringfügig um rund 40 Personen. Im Laufe des Januars meldeten sich rund 1410 Arbeitnehmer arbeitslos, rund 720 Personen mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres meldeten sich 90 Personen mehr.

"Der jahreszeitlich bedingte Saisonanstieg der Arbeitslosigkeit bewegte sich im Rahmen des vergangenen Jahres. Günstige Witterungsverhältnisse und die Inanspruchnahme von Saisonkurzarbeitergeld verhinderten einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Positiv schlägt zu Buche, dass nahezu alle betroffenen Arbeitnehmer eine Wiedereinstellungszusage von ihren Betrieben zum kommenden Saisonbeginn erhalten haben. Auch aus den übrigen Wirtschaftszweigen zeichnet eine weitere Belebung des Kräftebedarfs ab. Mit Zuversicht und Optimismus kann daher auf das angelaufene Jahr geblickt werden", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann. Insbesondere gut qualifizierte Menschen finden meist leicht eine Arbeitsstelle. Die Arbeitgebernachfrage ließ im Januar keine ausgeprägten Schwerpunkte erkennen.

Neben einer leicht rückläufigen Nachfrage der Zeitarbeitsfirmen, die vorwiegend Fachkräfte aller Fachrichtungen suchen, bezog sich die Kräftenachfrage auf die Bereiche Elektro und Metall, Maschinenbau, Baugewerbe, Verkehr und Logistik, Handel und Verkauf, Gesundheit und Pflege sowie auf Büroberufe.

Im Januar waren rund 860 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, rund 60 Offerten mehr als im Januar des vergangenen Jahres.
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