Anwohner wehren sich gegen "Kaufland"-Standort - "Massiver Widerstand" - Treffen mit ...
Klage so sicher wie das Amen in der Kirche

Die Anwohner der Heisenbergstraße wehren sich gegen die geplante Kaufland-Ansiedlung an der Libourne-Allee, Sie trafen sich am Samstag vor Ort mit den Vertretern der UW-Stadtratsfraktion Kurt Mieschala und Peter von der Sitt (von rechts). Bild: rid
Lokales
Schwandorf
19.01.2015
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Die Bewohner der Heisenbergstraße wehren sich gegen den geplanten Bau des Lebensmittelmarktes "Kaufland" an der Libourne-Allee und befürchten eine unzumutbare Lärmbelästigung. Franz Zeitler hat sich zum Sprecher der Anlieger gemacht und mit den Vertretern der UW-Fraktion im Stadtrat Kontakt aufgenommen. Kurt Mieschala und Peter von der Sitt hörten sich am Samstag vor Ort die Bedenken der Bewohner an und kamen zu der Überzeugung: "Das ist wahrlich nicht der ideale Standort für einen Supermarkt". Vorweg waren sich alle Beteiligten einig: "Wir haben nichts gegen Kaufland."

Weiter abseits in Richtung Ettmannsdorf gäbe es aber weitaus verträglichere Lösungen. Doch die Geschäftsführung der Lebensmittelkette bestehe auf dem Standort an der Libourne-Allee, hat sich Kurt Mieschala sagen lassen. Der UW-Fraktionsvorsitzende hält das 1,8 Hektar große Grundstück aber für viel zu klein. Das Gelände zwischen dem Autohaus Maschek und dem Gebäude der Zeugen Jehovas soll um einen Meter abgesenkt und entlang der Wohnbebauung mit einer vier Meter hohen Lärmschutzwand begrenzt werden, entnimmt Kurt Mieschala den Plänen.

Trotz all der Maßnahmen seien die Gutachten für die Lärmschutzwerte "auf Kante genäht", so die Einschätzung des UW-Stadtrates. Die Bewohner der angrenzenden Heisenbergstraße befürchten eine erhebliche Ruhestörung durch den Anlieferverkehr, das hohe Verkehrsaufkommen und Jugendliche, die sich nachts und am Wochenende auf dem Parkplatz aufhielten. Ähnlich wie im nahen Gewerbegebiet an der Regensburger Straße. Mieschala teilt die Bedenken der Anwohner und geht "von 3000 bis 4000 Fahrzeugen" aus, die den Supermarkt täglich anfahren würden. Damit müsse die Prognose für den Kreuzungsbereich an der Regensburger Straße auf 12 000 Fahrzeuge täglich angehoben werden. "Das wird die Kreuzung vor allem am Freitag und Samstag nicht vertragen", befürchtet er.

Zwei Anwohner haben sich mittlerweile rechtlichen Beistand geholt und wollen gegen die Ansiedlung klagen. Auch die übrigen Hausbesitzer an der Heisenbergstraße kündigten "massiven Widerstand" an. Die Entscheidung liegt beim Stadtrat. Im März 2014 hat der Planungsausschuss bekanntlich grünes Licht für den Kaufland-Neubau an der Libourne-Allee gegeben. Die Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG hatte einen Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gestellt. Damit wollte das Unternehmen die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen.
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