Arbeitsagentur, Jobcenter und Landratsamt unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Präventiv gegen Arbeitslosigkeit

Jobcenter-Geschäftsführer Günter Burgerspfleger, Agentur-Leiter Joachim Ossmann und Landrat Thomas Ebeling (von links) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung für eine noch engere Zusammenarbeit der drei Institutionen im Bereich der Betreuung und Förderung erwerbsfähiger Jugendlicher. Bild: Tietz
Lokales
Schwandorf
24.02.2015
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Seit Jahren arbeiten die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und das Landratsamt zusammen, um arbeitslose Jugendliche schnellstmöglich wieder in Lohn und Brot zu bekommen, oder - noch besser - mit Präventivmaßnahmen dafür zu sorgen, dass die Unter-25-Jährigen gar nicht erst in der Arbeitslosenstatistik auftauchen. Diese Kooperation festigten die drei Behörden gestern mit der Unterzeichnung eines Vertrages, der die Zusammenarbeit auf eine noch festere Basis stellen soll.

Großes Augenmerk legen die drei Institutionen auf vorbeugende Maßnahmen. Der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann, sprach von einem "Bündnis, um frühzeitig Fälle zu verhindern, die später schwer zu reparieren sind". Die Jugendlichen sollten deshalb schon frühzeitig Begleitung und Unterstützung bekommen.

Ein wichtiger Punkt dabei ist es laut Ossmann, dass zum Beispiel die Berufsberater wissen, welche Ansprechpartner beim Jugendamt oder beim Jobcenter zuständig sind, und welche rechtlichen Möglichkeiten die jeweils anderen Institutionen haben. Dazu können die Mitarbeiter in den anderen Behörden auch hospitieren. Sobald ein Fall bekannt ist, sollen kurzfristig gemeinsame Konferenzen einberufen werden, um auszuloten, bei welcher Behörde es Ansatzmöglichkeiten gibt, um schnellstmöglich einzugreifen. "Wir sind uns einig, dass Prävention der richtige Ansatz ist, um den gestiegenen Fallzahlen Herr zu werden", unterstrich auch Landrat Thomas Ebeling die Wichtigkeit dieser Kooperation.

Jobcenter-Geschäftsführer Günter Burgerspfleger sah ebenfalls die Zusammenarbeit der Behörden als wichtige Maßnahme an. Oftmals reiche die Hilfe nur einer Institution nicht aus. Derzeit gibt es laut Burgerspfleger rund 80 arbeitslose Jugendliche im Landkreis. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren von weit über 100 auf diesen Wert gesunken und verharrt seitdem auf einem niedrigen Niveau. Das soll so bleiben: "Wir wollen unter 100 bleiben", gab er als Ziel aus.
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