Arbeitskreis will Flüchtlinge unterstützen
Schwierige Hilfe

Der Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch" kümmert sich um traumatisierte junge Flüchtlinge. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
04.04.2015
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Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch" damit, das Thema in der Öffentlichkeit zu enttabuisieren, Betroffene und deren Angehörige zu beraten, Lehrer und Erzieher zu sensibilisieren und ein Netzwerk von Hilfseinrichtungen zu entwickeln. Jetzt wartet auf die Mitglieder des Arbeitskreises eine neue Herausforderung.

"Wie gehen wir mit traumatisierten jungen Flüchtlingen um?" fragten sich die Teilnehmer an einem Workshop im Haus des Guten Hirten. Diplom-Psychologin Maria Zepter beschrieb mögliche Persönlichkeitsstörungen als Folge von Missbrauch und Extrembelastungen. Den Jugendlichen zu helfen, sei deshalb besonders schwierig, so die Psychotherapeutin, "weil sie aus einem anderen Kulturkreis stammen und nicht deutsch sprechen".

Arbeitskreis-Leiterin Helga Forster bietet allen Therapeuten ein Netzwerk aus Beratungsstellen, Ärzten und Behörden an. Das Haus des Guten Hirten hat inzwischen 20 Plätze für unbegleitete junge Flüchtlinge eingerichtet und beherbergt aktuell vier Mädchen aus Eritrea und zehn Jungs aus Afghanistan. Stellvertretender Einrichtungsleiter Martin Brock erwartet in Kürze weitere Flüchtlinge. Bis Ende des Jahres soll der Landkreis bis zu 70 Jugendliche aufnehmen.
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