Auch Besuch aus Ecuador - Dokumentarfilm - Steuerungsgruppe stellt interessantes Programm vor
"Faire Wochen" als Ausrufezeichen

Die Steuerungsgruppe mit dem Sprecher Alfred Damm (rechts) bereitet die "Fairen Wochen" vom 12. bis 26. September vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
11.09.2015
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Die Fairtrade-Stadt Schwandorf erwartet am 23. September zwei Bananen-Produzenten aus Ecuador. Anlass sind die "Fairen Wochen" vom 12. bis 26. September, die diesmal mit den "Zwickl-Dokumentarfilmtagen" zusammenfallen. "Krumm, gelb und fair - Bio-Bananen aus Ecuador" heißt einer der Beiträge.

Der 39-jährige William Justavino produziert in seiner Heimat seit zehn Jahren Bananen für den Export. Er ist Vorsitzender der Produzentenvereinigung "La Libertad". Auf seinem Deutschland-Besuch begleitet ihn Geoconda Mendieta (40). Sie organisiert für die Vermarktungsinitiative "Urocal" in Ecuador Programme und Projekte.

Dann ins Kino

Sie kommen am 23. September nach Schwandorf, lassen sich von Oberbürgermeister Andreas Feller empfangen und essen anschließend auf dem Brunner-Hof in Richt zu Mittag. Nach einer Stadtführung läuft im Zuge der "Zwickl-Tage" im ehemaligen Metropol-Kino (heute Blumen Heinz) der 20-minütige Film "Krumm, gelb und fair - Bio-Bananen aus Ecuador". Anschließend reisen die Gäste weiter nach Neumarkt zur nächsten Station ihrer Deutschland-Tour. Während der "Fairen Wochen" sind weitere Aktionen geplant. Am 18. September werden die Betreiber des Bio-Ladens zwischen 15 und 16 Uhr am Marktplatz kostenlos Bananen verteilen. Der Globus-Verbrauchermarkt wirbt mit "fairen Produkten", und der Hofladen Brunner bietet "faire Kuchen und Kartoffelgerichte" an. An den Aktionen beteiligen sich ferner der "Hirtenladen", das Blumengeschäft "Lebensgrün", das Eiscafé "Pellegrin" und das Reformhaus "Zwick". Die Grundschule Ettmannsdorf startet zum Schulanfang die Initiative "Faire Schokoriegel in die Schultüte". Schwandorf ist die 262. Fairtrade-Gemeinde in Deutschland und eine von 1400 Kommunen in 24 Ländern. Wer "Fairtrade-Gemeinde" werden will, muss Aktivitäten vor Ort nachweisen, Geschäfte und Gastronomie zum Verkauf von Waren aus der "Dritten Welt" ermuntern und ein Netzwerk aus Handel, Schulen, Vereinen und Kirchen knüpfen. Die Warenliste der "Fairtrade-Produkte" umfasst vor allem Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Schokolade und Bananen, aber auch Blumen und nützliche Dinge des täglichen Bedarfs.

Schon viele Aktionen

Der Sprecher der Steuerungsgruppe, Stadtrat Alfred Damm, erinnerte bei der Zusammenkunft am Mittwoch im Bio-Laden an die Aktionen der letzten Monate in den Schulen, "Eine-Welt-Läden", Bio-Märkten und Gärtnereien sowie auf dem Weihnachtsmarkt. Beim dortigen Verkauf von Speisen und Getränken blieben 300 Euro übrig, die je zur Hälfte an die "Schwandorfer Tafel" und die Initiative "Engel für Afrika" gingen. In Schwandorf bieten mittlerweile zehn Einzelhandelsbetriebe Fairtrade-Produkte an. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl begrüßte die Initiativen und betonte: "Sie sind ein gutes Zeichen für unsere Stadt".
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