Auch Ostbayern betroffen

Lokales
Schwandorf
19.09.2015
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Die Mitglieder der Ostbayernrunde haben sich beim Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, aus ersten Hand über den jüngst veröffentlichten Netzentwicklungsplan Strom 2024 informiert.

Präsident Homann ist damit der Einladung des Vorsitzenden der Ostbayernrunde, Karl Holmeier, gefolgt. Holmeier steht als Energiepolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe in einem stetigen Kontakt zur Bundesnetzagentur. Karl Holmeier: "Der Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie und der starke Ausbau der Erneuerbarer Energien führen dazu, dass Strom vermehrt dezentral und damit fernab der Verbrauchsstellen erzeugt wird."

Akzeptanz beachten

So erforderten die Energiewende und der wachsende europäische Stromhandel in den kommenden Jahren einen umfassenden und beschleunigten Ausbau der deutschen Höchstspannungsnetze. Der Bau eines modernen und leistungsfähigen Energieleitungsnetzes müsse den Anforderungen und Bedürfnissen der nahen Zukunft angepasst werden. "Da gibt es noch einiges zu tun." Die Region Ostbayern wäre nach den Beschlüssen des Energiegipfels vom 1. Juli 2015 durch die Gleichstrompassage Süd-Ost und den Ostbayernring betroffen.

Für Holmeier und die Mitglieder der Ostbayernrunde ist dabei von zentraler Bedeutung, "dass beim Umstieg zu einer umweltschonenden, bezahlbaren und sichereren Energieversorgung vor allem die Akzeptanz bei den Bürgern im Auge behalten werden muss." Es sei daher daher richtig und wichtig, dass verstärkt auf die Information der Menschen gesetzt werde. "Wir werden die Energiewende nur mit den Bürgerinnen und Bürgern schaffen."

Die Ostbayernrunde hat mit Präsident Homann vor allem die Ergebnisse des Energiegipfels vom 1. Juli 2015 besprochen und um eine fachliche Bewertung gebeten. Zur beim Energiegipfel verabredeten Linienführung der Gleichstrompassage Süd-Ost nach Isar/Landshut sagte Homann, dass diese aus Sicht der Bundesnetzagentur unter der Voraussetzung einer regionalen Ertüchtigung im Drehstromnetz zwischen Ottenhofen und Oberbachern in Norden Münchens elektrotechnisch geeignet sei.

Karl Holmeier und die Mitglieder der Ostbayernrunde hatten bei der bereits vor Wochen erfolgten Einladung des BNetzA-Präsidenten ein glückliches Händchen, denn die Bundesnetzagentur hatte erst am 4. September 2015 ihren Netzentwicklungsplan Strom 2024 vorgestellt. Der Deutsche Bundestag wird dazu weiter über das Bundesbedarfsplangesetz sowie das "Erdkabelgesetz" beraten, worin der Vorrang der Erdverkabelung laut Energiegipfel geregelt werden soll.
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