Auf dem Anger geht's rund

Das Wetter passte für eine Maß Festbier mit Würstl, Hendl oder Käse im Freien. Auch an den Fahrgeschäften herrschte Andrang.
Lokales
Schwandorf
25.05.2015
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Sie spielten schneidig auf. Zur Eröffnung des Schwandorfer Pfingstvolksfestes traten vier Blaskapellen an, nahmen in den Ecken des Bierzeltes Aufstellung und gaben ein Konzert der Extraklasse.

So war es über die Jahrzehnte hinweg und auch heuer wurde die Tradition fortgesetzt. Von der Innenstadt aus formierte sich ein Zug aus rund 1500 Honoratioren, Brauerei- und Vereinsvertretern. Gemeinsam marschierten sie hinüber zum Krondorfer Anger, wo sich das Zelt und der Fuhrpark rasch füllten.

Noch eines ist gleich geblieben: Die erste Maß gibt es vor dem Anstich droben auf der Bühne. Denn der ist meist erst eine gute Stunde nach dem Einmarsch. Doch dann wurde durch Oberbürgermeister Andreas Feller der Hahn ins Spundloch getrieben, floss Süffiges aus Naabeck in die Krüge. Das freute den Bräu Wolfgang Rasel, den der OB neben zahlreichen anderen Ehrengästen zu sich aufs Podium gebeten hatte. Aus den Partnerstädten Libourne und Sokolov waren Delegationen angereist, der Landrat und Abgeordnete gaben dem Festauftakt die Ehre.

Fast wie immer

Aus Wackersdorf und Steinberg am See war offizieller Besuch da und viele Stadträte nebst zwei Altlandräten und einem Alt-Oberbürgermeister prosteten sich zu. Der geflügelte Spruch "Same procedure as every year" fiel einem dabei ein. Doch irgendwie ist dann doch immer einiges anders. Zum Beispiel: Das Kult-Konzert der Moser-Hias-Band ist heuer erstmals aus dem Programm gestrichen worden. Ewig schade. Aber irgendwann zeigt das Alter dann doch Grenzen auf. Die ersten Hendl und Haxn hatten sich schon mittags am Grill zu drehen begonnen, auch die Fahrgeschäfte starteteten ihre Runden.

Zum Beispiel der "Flip Fly", der über einen riesigen Ausleger seine Gäste bis hinauf in 24 Meter befördert und sie gehörig durcheinander wirbelt. Oder die Dschunke, die wie ein riesiges Boot daher kommt und zumindest bei denen, die sich zuvor mit einer Maß gestärkt haben, für eine Art Seekrankheit sorgen dürfte.

Lose, gebrannte Mandeln, Steckerlfisch. Dazu ein Biergarten im Freien, den Wirt Gerhard Böckl rings um sein Zelt hat anlegen lassen. Zum Aufenthalt empfohlen. Doch da muss in der Volksfestwoche das Wetter mitspielen. Zur Premiere war es, wie man zu sagen pflegt, durchwachsen. (Angemerkt)
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