Auf dem Gipfel statt am Meer

Polizisten aus dem Landkreis Schwandorf werden beim G7-Gipfel nicht direkt am Schloss eingesetzt, sondern beispielsweise beim Streckenschutz. Bild: dpa
Lokales
Schwandorf
30.05.2015
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Teile des dritten Ausbildungsseminars der Nabburger Bereitschaftspolizei, Polizeibeamte aus den Inspektionen und Dienststellen sind bereits zum G7-Gipfel gereist. Ein Rettungswagen der Schwarzenfelder Johanniter wird auch vor Ort sein. Aber die Sicherheit im Landkreis leidet nicht darunter.

Das bestätigt der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Paul Groß auf Nachfrage. "Alles im grünen Bereich, weil Urlaubssperre ist. Der Dienstbetrieb läuft wie gewohnt", sagt er. Allerdings müssten die anfallenden Überstunden vor Ort als auch in Elmau ebenso irgendwann abgebaut werden, wie der in den Pfingstferien nicht genommene Urlaub. 20 bis 25 Prozent der Beamten sollen die Polizeiwachen abstellen. Bei der Inspektion Schwandorf sind es acht oder neun Leute von 37 derzeit besetzten Stellen. Einige seien bereits weg, andere werden am Montag folgen. "Aber nur in der Spitze sind es rund ein Viertel", erklärt Michael Rebele, Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg, der bereits im Gipfel-Pressezentrum in Grainau sitzt. Die Anreise erfolge sukzessive bis zum eigentlichen Ereignis am 7. und 8. Juni. So sei am vergangenen Mittwoch der ehemalige Pressesprecher der Polizeidirektion Amberg, Peter Krämer, im Werdenfelser Land eingetroffen. Eingesetzt werden die Beamten laut Rebele im Sicherheitbereich 2, also nicht unmittelbar am Schloss Elmau dem Sicherheitsbereich 1, den das Bundeskriminalamt über hat. Eine Aufgabe der Polizeibeamten aus der Oberpfalz ist beispielsweise der Streckenschutz.

Auch die jungen Polizeianwärter der Bereitschaftspolizei sind "weit weg vom Schuss", heißt es aus der Pressestelle in Sulzbach-Rosenberg. Sie werden bis zum 8. oder 9. Juni in der Gegend um Elmau bleiben. "Wenn Krawalle wären, wären sie nicht dabei." Es würde auch Personal für Versorgungsarbeit gebracht.

Der Rettungswagen der Schwarzenfelder Johanniter ist der einzige aus dem Landkreis, der nach Oberbayern fährt. Das Rote Kreuz ist vollständig hier, stellt weder Fahrzeuge noch Personal für den Gipfel ab. Bedeckt hält sich das THW. Genaue Angaben zum Personaleinsatz gebe es erst im Nachgang, sagt Sprecherin Alessandra Donatello.
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