Auf Distanz zu den Schulen

Diese Simulation zeigt: Der Bus-Bahnhof (unten links) entsteht an der Kreisstraße SAD 28 und damit doch in beträchtlicher Distanz zu den Schulen (oben rechts). Über eine Treppenanlage müssen auch 30 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Plan: Ingenieur-Büro Weiß
Lokales
Schwandorf
12.05.2015
2
0

Der Bus-Bahnhof für den Nabburger Schulberg soll noch heuer gebaut werden. So sieht es der Zeitplan des beauftragten Ingenieur-Büros vor. Die Lage am Fuß des Berges gilt wegen der Entfernung und des Höhenunterschieds allerdings nicht als die beste Lösung.

Das Thema beschäftigt den Landkreis als Träger der Bildungseinrichtungen auf dem Nabburger Schulberg schon seit vielen Jahren. Das Ziel, einen sicheren und reibungslosen Ablauf des Schulbusverkehrs beim Schulzentrum zu gewährleisten, ließ sich bisher nicht erreichen. Eine notwendige Baumaßnahme scheiterte immer wieder an der Verfügbarkeit der ins Auge gefassten Grundstücke.

Der Kreis beschloss dann, den Bus-Bahnhof für rund 1500 Busfahrschüler an der Kreisstraße SAD 28 zu errichten. Damit entsteht eine zentrale An- und Abfahrtsstelle für über 30 Busse, die täglich zu Gymnasium, Realschule, Berufsschule und Förderschule kursieren. Bisher halten und fahren sie ab Kastanienbaum, Realschule und Sportplatz und lösen dort in Verbindung mit erhöhtem Aufkommen durch Eltern-Schüler-Pkw-Verkehr oftmals untragbare Verhältnisse aus.

Baubeginn im Juli

Der Bauausschuss des Kreises erfuhr nun vom Ingenieur-Büro Weiß (Neunburg vorm Wald) den Sachstand. Planer Wolfgang Vetter veranschaulichte, dass der neue Bus-Bahnhof acht Stellplätze beinhalten wird. Von dort aus haben die Kinder und Jugendlichen allerdings einen beschwerlichen Schulweg vor sich. Über eine Treppenanlage mit Betonblockstufen, dazwischen platzierte Podeste mit zwölf Prozent Steigung und eine asphaltierte Rampe müssen sie rund 30 Meter Höhenunterschied überwinden, bevor sie hinauf zur Erlenstraße gelangen. Von dort aus können sie dann den Weg zu ihrer jeweiligen Schule ebenerdig fortsetzen. Laut Vetter ist vorgesehen, den Bauauftrag am 13. Juli zu vergeben. Im Zeitraum bis Ende November soll sich die Bauausführung anschließen.

Landrat Thomas Ebeling (CSU) zeigte sich überzeugt, dass es zu einer guten Lösung kommen wird. Einig war er sich mit SPD-Sprecher Siegfried Damm, dass es unter den schwierigen Voraussetzungen gelingen werde, den Bus-Bahnhof bestmöglich zu bauen. Das Grundstück aus dem städtischen Besitz geht ins Eigentum des Landkreises über. Die Treppenanlage gehört dann der Stadt, sie muss auch für deren Unterhalt sorgen. Das ergänzte der Liegenschaftsverwalter des Landkreises, Franz-Xaver Detter, auf Nachfrage.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.