Aufklärung bringt Ruhe ins Dorf

Voll besetzt war das Schützenheim bei der Teilbürgerversammlung in Büchelkühn. Die meisten Zuhörer konnten sich mit den Plänen der Stadt anfreunden. Bilder: rid (2)
Lokales
Schwandorf
30.01.2015
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Mit einem ganzen Packen an Unterschriften gegen den Rahmenplan für das ehemalige Schulgelände war Stadtrat Alfred Damm kurz vor Weihnachten bei OB Andreas Feller "aufgeschlagen". Eine Bürgerversammlung brachte nun Ruhe in die Debatte.

Rund 100 Bürger kamen am Mittwoch ins Schützenheim in Büchelkühn, um sich über den Rahmenplan der Stadt zur Bebauung des ehemaligen Schulgeländes zu informieren. Auch wenn es einige kritische Stimmen zur Art der Wohnbebauung gab, gingen die meisten von ihnen zufrieden nach Hause und wissen nun, was die Stadt mit dem knapp 10 000 Quadratmeter großen Areal vorhat.

Die Stadt ist im Besitz der Grundstücke und wird sie, ähnlich wie im Egelsee-Gebiet oder am "Hasenbuckel" in Fronberg, selbst erschließen und vermarkten. Dipl.-Ing. (FH) Julia Hey vom städtischen Bauamt erläuterte den Rahmenplan, der den Bau von fünf Einfamilien-, vier Doppel- und drei Mehrfamilienhäusern vorsieht. An den drei "Wohnblocks" mit jeweils neun Einheiten und einer Länge von 24 Metern erregten sich einzelne Gemüter. Die mehrgeschossigen Häuser würden nicht in das Ortsbild von Büchelkühn passen, so die Kritik. Mit zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss würden die Bauten im Rahmen bleiben, zerstreute Oberbürgermeister Andreas Feller die Bedenken. Er vertrat die Meinung, dass die Stadt auch Wohnraum für jene bereitstellen müsse, "die kein eigenes Haus bauen wollen".

Der Oberbürgermeister rechnet 2016 mit dem Baubeginn. Die städtische Tiefbauabteilung starte jetzt mit den Planungen und werde dann die Maßnahmen zur Erschließung des Geländes ausschreiben. 520 Büchelkühner Bürger hatten sich im Vorfeld in einer Unterschriftenaktion gegen den Bau von "großen Wohnblöcken" ausgesprochen, für eine vorrangige Berücksichtigung der Einheimischen beim Verkauf der Grundstücke in den nächsten fünf Jahren plädiert sowie den Erhalt des Lehrerwohnhauses und des GOV-Gerätehauses gefordert. "Mit dem alten Lehrerwohnhaus passiert gar nix", gab der Oberbürgermeister zu verstehen.

Die dortigen Mieter bräuchten sich also keine Sorgen zu machen. Die Garage des Gartenbauvereins müsse allerdings weichen und werde an anderer Stelle neu errichtet. Eine Reservierung von Grundstücken für die Einheimischen über einen längeren Zeitraum schloss Andreas Feller allerdings aus.
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