Aus Acryl und Asche

Künstlerhaus-Leiterin Andrea Lamest (von links), Georgi Iankov, Fördervereins-Vorsitzender Heiner Riepl und Mark Baugh Sasaki im Garten des Künstlerhauses. Iankov und Baugh-Sasaki öffnen am Sonntag ihre Ateliers.
Lokales
Schwandorf
11.10.2014
3
0

Holzreste, Papier und eine Gasflamme: Das reicht Mark Baugh-Sasaki, um bewegende Bilder zu schaffen. Am Sonntag öffnen er und Georgi Iankov ihre Ateliers im Künstlerhaus, zeigen ihre Arbeiten.

Andrea Lamest, Leiterin des Künstlerhauses und Heiner Riepl, Vorsitzender des Fördervereins, begrüßten Gäste aus den Vereinigten Staaten und Bulgarien, die im Zuge des Künstleraustauschs in das Oberpfälzer Künstlerhaus gekommen sind. Aus Finnland werden in den nächsten Tagen zwei weitere Gäste erwartet, aus Norwegen kommt noch einer.

Mark Baugh-Sasaki, geboren 1981 in San Francisco/Kalifornien, lebt und arbeitet in dieser Stadt und ist seit zweieinhalb Wochen in Schwandorf. Naturbegeistert wuchs er auf, erhielt während seines Studiums in Pittsburgh/Pennsylvania seine Prägung als Person und bildender Künstler. Für ihn sind natürliche und industrielle Landschaften zwei Seiten einer Medaille. Dabei darf die Natur nicht gegen die Industrie verlieren. Dementsprechend arbeitet er vor allem als ein Verknüpfer natürlicher Materialien mit industriellen Werkzeugen. Mit einer Gasflamme etwa brennt er Holzreste auf Papier ein, dadurch entstehen interessante Abbildungen und Plastiken, die sich als überraschend überzeugende Kunstwerke erweisen.

Der 1964 in Sofia geborene bildende Künstler Georgi Iankov ist seit zehn Tagen in Schwandorf. Er nahm schon an etlichen Ausstellungen teil oder betreute sie als Kurator. Seine Werke wurden, ausgestellt unter anderem in Genf, Barcelona und Sofia. Bei der Ausstellung "Right and Justice", also "Recht und Gerechtigkeit", die in Potsdam, Düsseldorf und Sofia stattfand, war er Betreuer. Seine farbigen Plakate, in denen "Dekoacryl" eine entscheidende Rolle spielt, vermitteln sozialkritische Aspekte, ob es sich nun um die bildliche Darstellung eines Paragrafen handelt, oder um den Ausblick aus einem vergitterten Fenster. Ganz alltägliche Materialien kombiniert er miteinander und stellt daraus überraschende Plastiken zusammen. Selbst die gar nicht aufwendigen unterschiedlichen Möglichkeiten, die Georgi Iankov beim Arrangement von Gegenständen verwendet, um sie zusammengefügt dann als Kerzenständer vorzustellen, überraschen in ihrer Wirkung auf den Betrachter.

Zu besichtigen sind diese Schöpfungen am "Tag des Offenen Studios", der am Sonntag, 12. Oktober 2014 von 12 bis 16 Uhr im Oberpfälzer Künstlerhaus II.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.