Ausbildungsmarkt: Situation für junge Leute günstig
Für 311 Stellen noch 56 Bewerber

Lokales
Schwandorf
04.09.2015
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(ch/nt) Während in den Betrieben die neuen Auszubildenden für das laufende Jahr ihre ersten Schritte ins Berufsleben unternehmen, wirft die Agentur für Arbeit einen Blick auf die Situation der Bewerber. Im Laufe des aktuellen Berufsberatungsjahres, das die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 umfasst, meldeten Betriebe und Unternehmen bislang etwas mehr Ausbildungsstellen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres: im Landkreis Schwandorf bis Ende August genau 1458 Lehrstellen, 32 oder 2,2 Prozent mehr als 2014.

Die Zahl der gemeldeten Bewerber beträgt im Landkreis 923, das sind 35 Bewerber (3,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Der Überhang an angebotenen Stellen ist nach der Statistik der Agentur enorm: Es sind noch 311 Ausbildungsstellen im Landkreis unbesetzt und 56 Bewerber unversorgt. Das ist freilich ein statistischer Wert, "Wunschberuf" und Angebot sind nicht immer in Einklang zu bringen.

Die Sicherung der Fachkräfte habe für die Betriebe im Schwandorfer Arbeitsagenturbezirk eine sehr hohe Bedeutung, heißt es in einer Mitteilung der Agentur. Daher hätten die meisten Betriebe und Unternehmen die zu besetzenden Ausbildungsstellen der Arbeitsagentur gemeldet, auch wenn sie gleichzeitig weitere Suchwege beschreiten.

Insgesamt 2981 Jugendliche sind im Gesamtbezirk als Bewerber bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 127 Bewerber mehr. Als unversorgt sind derzeit im gesamten Agenturbezirk noch 191 Jugendliche gemeldet, 26 mehr als im August 2014.

Der leichte Anstieg der Bewerberzahlen ist darauf zurückzuführen, dass sich vor dem Hintergrund der günstigen Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt wieder etwas mehr Jugendliche und junge Erwachsene für eine betriebliche Ausbildung entscheiden. Zudem ist ein leicht gestiegenes Interesse an dualer Ausbildung von Bewerbern aus früheren Jahrgängen oder nach weiterführendem Schulbesuch festzustellen. Es sei abzusehen, dass die für die Jugendlichen günstigen Verhältnisse bis zum Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September 2015 anhalten werden, prognostiziert die Agentur.
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