Ausgeprägte Talente

Der Konrad-Max-Kunz-Musikakademie begeisterte bei dem Konzert im Fitzentrum der Firma Horsch. Bild: tie
Lokales
Schwandorf
23.12.2014
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Im Fitzentrum der Firma Horsch auf dem Sitzenhof ein Konzert? Höchst anerkennenswert ist die Bereitschaft der Eheleute Horsch dazu. Den Besuchern wurde Musik auf hohem Niveau präsentiert.

Langsam füllten sich am Nachmittag des vierten Advent die Sitzreihen mit Publikum. Schließlich wurden sogar Bänke hereingetragen, um allen interessierten Besuchern Platz zu gewähren. Ein äußerst vielseitiges Programm erwartete die Anwesenden und zeigte, wie breit die musikalische Förderung in der Konrad-Max-Kunz-Musikakademie aufgestellt ist.

Auch der Dudelsack

Der fundierte Unterricht des Lehrpersonals erwies sich den ganzen Nachmittag lang am angehenden oder schon ausgewiesenen Können der Schüler. Mit dem Kopfsatz aus dem 3. Violinkonzert G-Dur KV 216 von Wolfgang Amadeus Mozart begann die Programmfolge. Carolin Sax spielte souverän das Soloinstrument, Severin Huf begleitete exakt am Klavier.

Nicht üblich im Zuge eines klassischen Musikprogramms, dafür umso erfreulicher anzuhören die beiden nächsten Stücke von A. Konrády für Dudelsack und Akkordeon, fetzig gespielt von den Geschwistern Johannes und Sophia Ederer. Dann trat das "Vororchester" unter Leitung von Anna Zoubková auf. Sechs Mädchen und ein Junge spielten auf ihren Geigen Weihnachtslieder. Man merkte, wie wichtig ihnen ihr Tun ist. Nele von Glasow sang "Winter Wonderland" mit weicher schöner Stimme. Daraufhin drei Cellistinnen: Sabine Ernst, Letizia Huf und ihre Leherin Nina Riedmann spielten fein klingend "Morgen kommt der Weihnachtsmann". Speziell bemerkenswert an diesem Auftritt war, dass die sechsjährige Letizia Huf erst seit zwei Monaten Cello spielt. Franziska Heyer, Natascha Dyck und Jutta Schiml trugen sehr bemüht und hoch engagiert drei Stücke für Violine und Klavier vor. Anna Zoubková begleitete am Klavier.

Einfühlungsvermögen

Ihre Kollegin Alena Svobodová begleitete Sarah Meixensperger anschließend bei ihrer Interpretation der Hauptmelodie aus dem 2. Satz des Violinkonzerts e-moll op 64 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der sehr junge Gabriel Schmitt spielte fein "Eine Träne" von Modest Moussorgsky auf dem Klavier auswendig mit großer Geläufigkeit. Es folgte das Menuett aus der "Kleinen Nachtmusik" KV 525 von Mozart in vierhändigr Klavierfassung, dem sich Michaela Hoch und Alena Svobodová untadelig annahmen.

Julia Wagner spielte fein empfunden zwei Sätze aus der 6. Cellosonate von Benedetto Marcello. Severin Huf begleitete exakt auf dem Klavier auch das nächste Stück, den 1. Satz aus der Violinsonate D-Dur von Georg Friedrich Händel, das Christopher Larisch vehement vortrug.

"Night of silence"

Nach der Pause setzte sich das gesamte Orchester auf das Podium. Zunächst erklang volltönend die "Kirchensonate" KV 212 von Mozart, dann ertönten zwei Sätze aus dem Bratschenkonzert G-Dur von Georg Philipp Telemann. Nadine Graf intonierte ihr Solo auswendig ohne Fehl und Tadel. Der 1. Satz des Doppelkonzerts d-moll BWV 1043 von Johann Sebastian Bach schloss sich an. Leonie Fritsch und Luisa Hochmuth spielten hochmotiviert die Soloviolinen. Schwungvoll lief das musikalische Geschehen im Orchester ab. Das zeichnete auch die beiden Sätze aus der "Wassermusik" von Händel aus, die Vororchester und großes Orchester gemeinsam erfolgreich anstimmten. Die Solistin Laura Jäger spielte mit vollem Ton den Anfangssatz aus dem berühmten Violinkonzert a- moll RV 356 von Antonio Vivaldi. Anschließend Menuett und Allegro aus dem 1. Brandenburgischen Konzert F - Dur BWV 1046 von Bach.

Severin Huf, der den gesamten zweiten Teil des musikalischen Nachmittags am Dirigentenpult gestaltete, zeigte sich als genauer, ideenreicher Taktgeber. Letztendlich nahmen sich Nele von Glasow, Jasmin Tabrizi (Sopran), Christina Fink-Rester, Renate Spandl (Alt), mit Klaviertrio-Begleitung der "Night of silence", also "Stille Nacht, heilige Nacht", an. Ein passender Abschluss einer ereignisreichen, gelungenen musikalischen Veranstaltung.
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