Ausstellung "Kriegs-Sterbe-Bilder" im Stadtmuseum eröffnet
Mehr als nur Erinnerung

Historiker Erich Zweck (rechts) im Gespräch mit der Enkelin von Albert Pirtsch, der ein Tagebuch über seinen Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg hinterlassen hat. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
31.10.2014
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250 Schwandorfer Soldaten sind im Ersten Weltkrieg gefallen. In der damaligen Heimatzeitung erschienen Todesanzeigen von ihnen, die Stadtarchivar Josef Fischer digitalisiert hat und bei der laufenden Sonderausstellung im Stadtmuseum auf einem Monitor zeigt. Bei der Vernissage am Donnerstag trug er ferner das Gedicht einer Witwe aus Deiselkühn vor, die um ihren gefallenen Mann und Vater ihrer beiden Kinder trauerte.

Der pensionierte Studiendirektor Erich Zweck stellte das Tagebuch des Frontsoldaten Albert Pirtsch aus Schwandorf vor und dankte dessen Enkeltochter für die Unterstützung bei der Recherche. Für Museumsleiterin Eva Keil hat sich die Zusammenarbeit zwischen dem Museum, dem Stadtarchiv und dem Historiker Erich Zweck wieder einmal bewährt.

Zur Ausstellung "Kriegs-Sterbe-Bilder" haben aber noch mehr Sammler beigetragen. Zum Beispiel Marianne Hildebrand aus Regensburg, die im Besitz der Sterbebilder von Erzherzog Franz Ferdinand und Gattin Sophie ist. Deren Ermordung hat bekanntlich den Ersten Weltkrieg ausgelöst.

Bernhard Schuierer hat ein Musikstück mit dem Titel "Marsch im Museum" geschrieben und stellte es bei der Ausstellungseröffnung mit seinem Bläserquintett vor.

Die Ausstellung am Sonntag ab 14 Uhr erstmals geöffnet und bis 8. Februar zu sehen. Die Öffnungszeiten des Stadtmuseum sind donnerstags von 11 bis 16.30 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Weitere Termine können unter Telefon 09431 41553 vereinbart werden.
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