Bauernmarkt weiterhin ein Besuchermagnet - 40 Direktvermarkter bieten Erzeugnisse an - Erstmals ...
Rohrnudeln, Liköre und andere Spezialitäten

Emma Grosser aus Schönsee (links) bot an ihrem Stand frisch gebackene Kuchen und Rohrnudeln und bemalte Eier für das Osterfest an. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
22.03.2015
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Emma Grosser aus Schönsee gehört zu den Gründungsmitgliedern der Interessensgemeinschaft und bietet ihre Produkte seit 1997 auf dem Oberpfälzer Bauernmarkt an. Warum ihre Rohrnudeln, Kuchen und Liköre so gefragt sind, verriet sie bei der 48. Auflage der Verbrauchermesse am Wochenende im Tierzuchtzentrum. Eine besondere Attraktion lockte vor allem die Familien an.

"Wir backen alles frisch und nach den Wünschen unserer Kunden", lüftet Emma Grosser das Geheimnis. Aus eigener Herstellung bietet sie auch Eier- und Fruchtliköre, Fruchtaufstriche, Schmierkuchen und Pralinen an. Ganz auf das anstehende Fest abgestimmt waren ihre Geschenkkörbe mit gefärbten Ostereiern. 245 Mastschweinehalter und 100 Ferkelerzeuger sind im Landkreis übrig geblieben. Wie sich die Haltung der Tiere verändert hat, zeigte das Fachzentrum "Schweinehaltung" am Landwirtschaftsamt auf dem Freigelände. Zum ersten Mal machte das Schweine-Mobil der "Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft" (FNL) in der Oberpfalz Station. "Es zeigt einen komplett ausgestatteten modernen Schweinestall", erklärte Franz List vom Fachzentrum den Besuchern. Mit Lüftungsanlage, Heizung, Futterautomaten, Spielsachen und einem Spaltenboden. "Wo ist das Stroh?" wollten die Besucher wissen. Der Spaltenboden sei hygienischer, klärte Franz List die Leute auf. Die Tiere würden sich darauf genauso wohlfühlen wie auf Stroh. Was den Besuchern weiter auffiel, waren die roten Striemen auf dem Rücken der 30 Kilogramm schweren Tiere. "Das sind die Spuren des Rudelkampfes", so Franz List.

Strenge Vorschriften

Nachdem sie sich eine Hackordnung gegeben hatte, kehrte Ruhe ein. Von da an waren die Tiere zutraulich. Sehr zur Freude der Kinder, die die Schweine aus nächster Nähe beobachten konnten und streicheln durften. "Mit dem Mobil wollten wir Tierhaltung erlebbar machen", gab Manfred Piehler zu verstehen. Der Sprecher der Direktvermarkter züchtet selbst Schweine und kennt die strengen Sicherheitsvorschriften. Das Mobil biete dem Verbraucher realitätsnah einen Einblick in die moderne Schweinehaltung, der ihm normalerweise verwehrt bleibe. Denn: "Bei Schweineställen ist Zutritt verboten". In der Halle und auf dem Freigelände verteilten sich 40 Direktvermarkter aus dem Landkreis und boten ihre Erzeugnisse zum direkten Verzehr und zum Kauf an. Sie hatten eine Vielfalt an Lebensmitteln im Angebot: Fleisch- und Wurstwaren, Räucherfisch, Käse, Bauernbrot und Schmalzgebäck, Gemüse, Mehl und Zerealien, Honig, Marmeladen und Brotaufstriche, Apfelsaft, Edelbrände und Liköre. Ergänzt wurde dieses reichhaltige Sortiment durch die Produkte der Kunsthandwerker, die Strickwaren, handgewebte Teppiche, Holzspielzeug, Stoffdruck auf altem Leinen, Töpferwaren und verschiedene Dekorationsstücke aus Naturmaterialien anboten. Zum sofortigen Verzehr standen Rehragout mit Semmelknödel, Kartoffelpfanne, Lammgyros, Steaksemmeln, Fischfilets mit selbst gemachten Salaten und Bratwürstl auf der Speisekarte.
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