Bauernverband spricht über die aktuelle Lage
Nachwuchs fehlt

Lokales
Schwandorf
23.11.2015
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Angespannte Marktlage, schlechte Ernte, Liquiditätsprobleme der Betriebe, Preiskämpfe des Lebensmittel-Einzelhandels: Bei so vielen Baustellen haben es die Mitarbeiter des Bayerischen Bauernverbandes und des Landwirtschaftsamtes nicht leicht, den bäuerlichen Familienbetrieben Hoffnung zu machen.

Josef Wittmann und Bernhard Meier versuchen es dennoch. Der BBV-Geschäftsführer und der Sachgebietsleiter "beackern" momentan den Landkreis. In der vergangenen Woche sprachen sie bei der dritten von insgesamt sechs Gebietsversammlungen im Gasthaus Koller in Bubach. Wittmann warnt die Unternehmen der Schlachtbranche, die angespannte Marktlage mit weiterem Preisdumping auszunutzen. Vom Bundeskartellamt erwartet er "ein Verbot des Warenverkaufs unter dem Einstandspreis" und von der Politik die Öffnung neuer Märkte. Von der EU verlangt Wittmann, sich dafür einzusetzen, den Russlandexport wieder in Gang zu bringen.

Meier hält die Berufsausbildung in der Landwirtschaft zwar für "attraktiv", es fehle jedoch an Nachwuchs. Von den 100 Lehrlingen, die momentan an der Berufsschule in Neunburg v. W. ihre Ausbildung machen, stammen nur 30 aus dem Landkreis Schwandorf. Die Landwirtschaftsschule Nabburg meldet aktuell 47 Studierende. Das Bildungsprogramm "Wald" startete am 3. November mit 25 Teilnehmern. Mit 35 Teilnehmern ist der Kur "Bildungsprogramm Landwirt" belegt. Meier informierte unter anderem über Fortbildungsmaßnahmen, Investitionsförderung und Gewässerschutzmaßnahmen.
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