Begleitung auf dem letzten Weg

Die Referenten (von links) Frater Thomas Väth, Chefarzt Dr. Christoph Balzer, Dr. Roland Braun, und Pfarrer Dr. Christoph Seidl erläuterten die Ziele der Palliativmedizin am Krankenhaus St. Barbara. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
07.05.2015
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Gesund im hohen Alter einschlafen und nicht wieder aufwachen - diese Vorstellung vom Sterben wird nur für wenige Wirklichkeit. Der erster Palliativabend im Krankenhaus St. Barbara informierte über Linderung von Leiden und Schmerzen bei einer unheilbaren Erkrankungen.

Nicht nur ältere Menschen sind von einem langen Leiden betroffen. Auch Jüngere oder gar Kinder können an einer unheilbaren Erkrankung leiden. Wie kann man diesen Patienten und ihren Angehörigen helfen? Wie erreicht man für die Betroffenen die bestmögliche Lebensqualität in der verbleibenden Lebenszeit? Auf diese und weitere Fragen gingen laut Klinik die Referenten beim ersten Palliativabend im Krankenhaus St. Barbara ein.

Chefarzt Dr. Christoph Balzer stellte vor rund 120 Besuchern die Palliativmedizin an St. Barbara vor. Dr. Roland Braun, Leitender Arzt der Klinik für Palliativmedizin bei den "Barmherzigen" in Regensburg, sprach über das oberste Ziel, das Erreichen einer bestmöglichen Lebensqualität. Die Behandlung belastender Symptome und die Linderung der Beschwerden sind wesentliche Voraussetzungen dafür. "Die Verringerung der Beschwerden gelingt uns meist schon in der ersten Behandlung. Das Ziel ist eine möglichst vollkommene Beschwerdefreiheit für unsere Patienten", betonte er.

Dem Leben nicht mehr Zeit um jeden Preis hinzufügen, sondern die verbleibende Zeit mit Leben füllen: Dieses Ziel verfolge die Palliativsituation. Grundlage sei es, dass sich die Versorgung des Patienten immer an seinen persönlichen Vorstellungen und Werten orientiert, sagte Dr. Balzer. Neben der Linderung von Schmerzen und Beschwerden, wird dort vor allem auch auf die psychosozialen sowie spirituellen Bedürfnisse der Kranken und deren Angehörigen eingegangen. Pfarrer Dr. Christoph Seidl und Frater Thomas Väth vom Orden der Barmherzigen Brüder sprachen speziell über diese Thematik. "Auf Wunsch kann jederzeit eine seelsorgerische Betreuung in Anspruch genommen werden", erklärte Krankenhaus-Seelsorger Frater Thomas. Die Würde des Patienten, seine Bedürfnisse und sein Recht auf Selbstbestimmung würden stets von allen Mitarbeitern des Krankenhauses berücksichtigt.

Das ermögliche auch ein erfülltes, würdevolles und beschwerdearmes Leben für Patienten und Angehörige, verdeutlichte der junge Frater weiter.
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