Behörden halten sich zu Schießerei auf Schwandorfer Bahnhof bedeckt, bestätigen nur ein ...
Vergebliche Flucht über die Gleise

Eine gezielte Aktion des Zolls gegen den Rauschgifthandel endete am Samstagabend auf dem Schwandorfer Bahnhof mit Festnahmen und der Sicherstellung einer größeren Menge Drogen. Dem Vernehmen nach soll es sich um Marihuana handeln. Archivbild: Götz
Lokales
Schwandorf
04.05.2015
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"Viel los war gestern nicht", erzählt ein Zeuge. Der Mann meint den Samstagabend, als der Zoll auf dem Schwandorfer Bahnhof Jagd auf Drogendealer machte. Unseren Informationen nach wurden ein Mann und eine Frau festgenommen, die eine größere Menge Rauschgift bei sich hatten. Ob das Pärchen mit dem Zug in Schwandorf angekommen war, um die heiße Ware weiterzuverkaufen oder an einen Dritten zu übergeben, ist noch unklar.

Gezielte Aktion?

Gegen 20.45 Uhr sind Schalter, Buchhandlung und Bäckerei längst geschlossen, nur der Snackshop hat noch geöffnet. "Also die sind da vorbeigerannt und gleich da rüber", deutet der Zeuge am Sonntagvormittag im Snackshop an, dass die Zollbeamten aus Richtung Taxistand und Fahrradabstellplatz gekommen, auf Bahngleis 1 entlang und dann über die Gleise gelaufen waren. Es habe nach einer gezielten Aktion ausgesehen.

"Nein, Schüsse habe ich keine gehört." Dass welche gefallen sind und niemand verletzt worden ist, bestätigt aber Christian Schüttenkopf vom Zollfahndungsamt München. Während sich die Frau wohl eine Rangelei mit den Beamten geliefert habe, soll der Mann versucht haben, über die Gleise zu fliehen, weiß ein weiterer Mann, der sich am Samstagabend ebenfalls im Bahnhof aufgehalten hat. Die Beamten hätten gewusst, was sie suchten. "Ich weiß nicht einmal, ob zwei oder drei Personen festgenommen wurden", sagt Schüttenkopf. Nur so viel stellt er klar: Es handelt sich um ein Rauschgiftdelikt." Dann verweist er auf noch laufende Ermittlungen. Angeblich soll es sich bei dem Stoff um Marihuana handeln. Alles sei sehr schnell gegangen, erinnert sich der Zeuge vom Snackshop. Er habe aber noch gesehen, dass die Einsatzwagen in der Nähe der Taxis standen und mehrere Personen abgeführt wurden.
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