Bestmöglich versorgt

Der Orden der Barmherzigen Brüder baut das Krankenhaus St. Barbara aus. Er verbessert das medizinische Angebot, erhöht die Bettenzahl und die Personalstärke. Acht Millionen Euro hat der Orden in den Anbau (rechts) investiert. Nicht eingerechnet in diesen Betrag ist die Medizintechnik. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
16.11.2014
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Acht Millionen Euro haben die Barmherzigen Brüder in das Krankenhaus investiert. Ein gynäkologische Hauptabteilung und ein Medizinisches Versorgungszentrum eröffnen im nächsten Jahr. Doch der Orden hat in Schwandorf noch viel vor.

Acht Millionen Euro hat der Orden der Barmherzigen Brüder in den Anbau am Trakt 3 des St. Barbara-Krankenhauses investiert und dadurch 60 zusätzliche Betten geschaffen. "Im Dezember werden wir umziehen", kündigte Geschäftsführer Dr. Martin Baumann bei der Hauptversammlung des Fördervereins am Freitag an. Der Neubau sei die Voraussetzung dafür gewesen, so Dr. Baumann, "dass wir nach und nach die bestehenden Gebäude sanieren können". Als der Orden vor vier Jahren das Haus übernahm, lag die "Fallzahl" behandelter Patienten bei 11 738 . Im vergangenen Jahr waren es bereits 13 899. "Für 2014 erwarten wir eine weitere Steigerung", rechnete der Geschäftsführer hoch. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von 338 auf aktuell 416, die der Ärzte von 36 auf 57. "Im kommenden Jahr werden wir zehn weitere Mediziner neu anstellen", versprach Baumann an. Das St. Barbara-Krankenhaus habe mittlerweile einen so guten Ruf in der Ärzteschaft, "dass sich hochqualifizierte Bewerber melden".

Dies machte der Geschäftsführer an der neuen Hauptabteilung "Gynäkologie und Geburtshilfe" deutlich, die am 1. Januar 2015 im Erdgeschoss des Neubaus den Betrieb aufnehmen wird. Ein gesamtes Team, das zehn Jahre lang an einem Kelheimer Krankenhaus gearbeitet habe, wechsle komplett nach Schwandorf. "Das ist ein echter Glücksfall für uns", betonte Baumann. Die neue Abteilung wird Dr. Susanne Merl als Chefärztin leiten. Zum Team gehören ferner Leitende Oberärztin Barbara Knortz, die Oberärztinnen Dr. Ursula Stern und Iris Rothenbacher sowie der beratende Arzt Ali Fadel, der bislang als Belegarzt am Krankenhaus arbeitete. Die übrigen Belegärzte Dr. Bernd und Peter Schleicher, Dr. Wolfgang Schneider und Dr. Ulrike Schatz werden in Zukunft Angestellte des neu gegründeten "Medizinischen Versorgungszentrums St. Barbara gGmbH" sein. Dr. Schneider zieht ins Krankenhaus um, die anderen Belegärzte bleiben in ihrer Praxis. Eine weitere Filiale ist in der Praxis von Dr. Rödl entstanden. Der Krankenhausträger ließ ferner den Operationstrakt mit aktuell vier Räumen und den Aufwachraum mit acht Betten erweitern.

Der Geschäftsführer informierte ferner über Neuerungen an der Spitze des Ordens. Neuer Provinzial ist Frater Benedikt, Vorsitzender der Geschäftsführung Frater Eduard. In das Direktorium des St. Barbara-Hauses wurde Chefärztin Dr. Elisabeth Bösl neu berufen. Für den psychologischen Dienst zur Patientenbegleitung stellte die Klinikleitung Katja Sohla an. Um die Patienten mit Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden kümmert sich neu Dr. Marzell Semmler.

"Wir haben in Zukunft noch viel vor", kündigte der Geschäftsführer an. Die hohen Investitionen der letzten Jahre wertete er als Beweis für die große Wertschätzung des Standorts Schwandorf im Gesamtkonzept des Ordens. Vorrangiges Ziel sei es, so Baumann, die Patienten im Landkreis zu halten und ihnen hier eine bestmögliche medizinische Versorgung anzubieten. Am 1. Juni erhöhte sich die Zahl der anerkannten Planbetten von 230 auf 250.
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