Bienenfleißig für Bauernmarkt

Ruhestandspfarrer Richard Salzl zelebrierte den Erntedankgottesdienst im "Großen Ring" des Tierzuchtzentrums und freute sich am Ende über das Geschenk der Direktvermarkter. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
12.10.2014
4
0

Kreisbäuerin Barbara Hanauer gehörte 1997 zu den Initiatoren des "Oberpfälzer Bauernmarktes" und war von Beginn an Sprecherin der Direktvermarkter. Jetzt überlässt sie das Amt Hubert Piehler aus Schwarzenfeld. Der würdigte am Sonntag beim "Erntedank-Bauernmarkt" ihren Einsatz.

Piehler dankte seiner Vorgängerin für die langjährige Arbeit und überreichte ihr ein Geschenk. Neu im Vorstand der Interessensgemeinschaft sind auch Margit Ostermeier aus Schönsee und Johanna Weigert aus Fensterbach.

Ein Präsent bekam auch Ruhestandpfarrer Richard Salzl, der den Bauernmarkt auch schon lange begleitet und gestern im voll besetzten "Großen Ring" erneut den Erntedankgottesdienst feierte. Der Landfrauenchor unter der Leitung von Matthias Zenger und die Familie Irlbacher begleiteten die Messe musikalisch. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Wilhelm, leitete über zum diesjährigen Schaufenster " Bienen und Landwirtschaft" und betonte: "Imkerei und Landwirtschaft sind unverzichtbar die Ernährung und den Erhalt der Kulturlandschaft". Er appellierte deshalb an die Bauern, ein ausreichendes und vielfältiges Angebot an Blühpflanzen bereit zu stellen.

Der Bezirksvorsitzende des Imkereiverbandes, Richard Schecklmann (Vilseck), sieht im Einsatz chemischer Pflanzenschutzmitteln und moderner Technik durchaus "Zielkonflikte" zwischen der Landwirtschaft und der Bienenzucht. Er macht es am Beispiel des Löwenzahns deutlich: "Kaum blüht er, wird er auch schon gemäht". Deshalb könne der Imker kaum noch speziellen Löwenzahnhonig anbieten.

Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Reinhold Witt, kündigte für nächstes Jahr "Greening-Maßnahmen" zur Schaffung neuer Nahrungsquellen für die Bienen an. "Ab 15 Hektar Ackerflächen müssen die Landwirte mindestens fünf Prozent Vorrangflächen schaffen, wenn sie weiter gefördert werden wollen", betonte der Behördenchef. Damit seien Flächen mit Zwischenfrüchten oder Ackerrandstreifen gemeint, auf denen Klee, Wicke und Phacelia als Nahrungsquellen für die Bienen wachsen könnten, so Reinhold Witt. Hecken, Böschungen und artenreiche Blühstreifen sollen zudem zu "Trachtinseln" erweitert werden, die das Überleben der Bienen sichern und einen wichtigen Beitrag zur Lebensvielfalt in der Landwirtschaft leisten sollen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.