"BlechBläserConsort" Regensburg und Andreas Merl konzertieren in der Klosterkirche
Feierlich in Stil und Ton

Lokales
Schwandorf
09.01.2015
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Die Reihen füllten sich zunächst nur allmählich in der Klosterkirche Ettmannsdorf schließlich wurden noch Stühle hereingetragen, um alle Zuhörer unterzubringen: Das "BlechBläserConsort" Regensburg und Organist Andreas Merl sorgten für volles Haus beim Dreikönigskonzert. Oswin Buchmann, Christine Hartmann, Hans Pritschet (Trompeten), Martin Meier, Wolfgang Schmieg (Posaunen) und Bernhard Mitko (Tuba) eröffneten das Konzert unter dem treffenden Namen "In dulci jubilo" mit dem "Marsch nach Händels Lift up your heads" op 15 von Alexandre Guilmant.

Hans Pritschet leitete das Ensemble, Andreas Merl begleitete an der Orgel und alle miteinander nahmen sich hochprofessionell dem Klangbild der Komposition an. So erklang das mächtige Werk mit vollen, jubelnden Tönen im hohen Kirchenraum. Im Kontrast dazu entwarfen "Drei weihnachtliche Liedsätze" von Johannes Eccard in straffem aber melodiösem Zusammenspiel der Bläser ohne Orgel kompakte Hymnen. Ohne Orgel spielte das Consort auch die folgende "Sonata Sublationis" von Antonio Bertali schwungvoll tänzerisch wie auch in getragener Manier. Andreas Merl setzte allein an der Orgel fort und ließ die "Fanfare II" von Gunnar Idenstam in ruhigen Tonfolgen mit enormer Schlusssteigerung ertönen.

Danach kamen die Bläser wieder und interpretierten ohne Orgel von Johann Sebastian Bach den Schlusschoral "Jesus bleibet meine Freude" aus der Kantate BWV 147 mit getragener Melodie über weich intonierter Triolenbegleitung. Im Anschluss Händel: "Wher'er you walk" will dem Menschen Trost und Zuversicht vermitteln, dementsprechend erklang das Stück in vollen runden Tönen. Zwei Stücke für Bläser und Orgel von Felix Mendelssohn-Bartholdy setzten fort. Einmal "Im Advent" op 79, dann "Sanctus". Auch hier erwies sich die Fähigkeit des BlechBläserConsorts, gemeinsame Klangwelten zu erzeugen, als herausragende Stärke. Andreas Merl fügte den Orgelklang passend dazu ein. Eine eigene Komposition des Organisten schloss sich an, seine "Variationes super cantilenam In dulci jubilo", das er feinsinnig gestaltete und vortrug. Dann wieder die Bläser. Sie brachten von Leonhard Paul "Maria durch ein Dornwald ging" und von Carl Thiel "In dulci jubilo" zum Vortrag.

Eine Uraufführung von Hans Pritschet folgte. Er hatte "Es ist ein Ros entsprungen" in überzeugend beeindruckender Weise für Blasinstrumente gesetzt und dementsprechend feierlich wurde es vorgetragen. Von Joseph Jgnaz Schnabel erklang das berühmte "Transeamus usque Bethlehem" diesmal nicht für Chor sondern Bläser, die in weicher Stimmführung vorwärts strebten. Das Spiritual "Go tell it on the moutain" eilte in flinkem Sound vorüber. Zum Finale dann noch einmal Mendelssohn: "Hark! The Herald Angels Sing" wirkte auch im Arrangement für die vortragenden Instrumente sehr beeindruckend und bildete mit seinem großen Klangvolumen das treffende Ende eines erinnernswerten Konzertnachmittags. Die erklatschte Zugabe - " Hymn" von Barclay James Harvest - verlangte erst gestopfte Trompeten, dann erklangen alle Instrumente umso voller und runder. Eine passende Ergänzung!
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