Blick hinter die Kulissen des Schwandorfer Zentrums - KUTA berät auch Windkraftnutzung
10 000 Tonnen Wertstoffe in Bearbeitung

Rund 10 000 Tonnen Wertstoffe werden jährlich im Schwandorfer Zentrum sortiert und zu Ballen gepresst. Die Mitglieder des KUTA zeigten sich von der Arbeit beeindruckt. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
05.11.2014
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Die Bürger sind sehr wohl bereit, den Abfall zu trennen. Die grauen und blauen Säcken im Wertstoffzentrum an der Bellstraße türmen sich zu großen Bergen auf und werden ebenso der Sortierung zugeführt, wie Papier und Kartonagen. Der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) informierte sich am Montag - wie berichtet - in der Einrichtung, die 35 Beschäftigte zählt. Insgesamt weist der Betrieb eine Fläche von 10 000 Quadratmetern auf.

In der großen Halle (70 mal 30 Meter) erfolgt laut Betriebsleiter Thomas Forster die maschinelle und händische Trennung der Wertstoffe. Diese werden anschließend zu 450 Kilo schweren Ballen verpresst und an die Verwerter geliefert. Während die Papiermenge sinkt, hat die Masse der Kartonagen zugenommen. Auch eine Folge des Internethandels, wie Forster berichtete. Insgesamt werden im Wertstoffhof jährlich etwa 10 000 Tonnen Material sortiert und gepresst.

Bei der Sitzung im Landratsamt ging es noch um die Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Oberer Bayerischer Wald" mit Blick auf die Windkraftnutzung sowie speziell das Zonierungskonzept. Das Landschaftsschutzgebiet umfasst eine Fläche von etwa 148 000 Hektar. Im Landkreis Schwandorf liegen etwa 17 400 Hektar dieses Areals, hauptsächlich auf den Gemeindegebieten von Nittenau, Bruck und Bodenwöhr. Marginal betroffen sind Wackersdorf und Neukirchen-Balbini.

Das beauftragte Planungsbüro Blum aus Freising legte zwei Zonen fest. Eingang in die Untersuchung fanden ausschließlich naturschutzfachliche Belange. Die Errichtung und Nutzung von Windkraftanlagen in den Ausnahmezonen wird davon abhängig gemacht, dass kommunale Flächennutzungspläne oder der Regionalplan aktiviert werden. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, der Verordnungsänderung zuzustimmen.
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