Blick hinter Konsum-Kulissen

In der Backstube dürfen die Jugendlichen probieren. Links Arge-Sprecherin Roswitha Mohler.
Lokales
Schwandorf
27.08.2015
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20 bis 30 Tonnen Fleisch pro Tag, vier bis fünf Millionen Kaisersemmeln im Jahr: Zahlen, die für die Umsätze des Warenhauses sprechen. Im "gläsernen Globus" durften Jugendliche einen Blick in Metzgerei und Bäckerei werfen und zu warmen Wienern frische Semmeln probieren.

Dazu gab es Informationen über das Unternehmen, das in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen feiert. Führungen durch das Haus hat Manfred Schiedlohr erheblich reduziert. "Wir schaffen das personell nicht mehr", gibt der Marketing-Abteilungsleiter zu verstehen. Die "Falken Klardorf" aber bekamen im Zuge des Ferienprogramms der Arbeitsgemeinschaft Schwandorfer Jugendgruppen einen Termin. Arge-Sprecherin Roswitha Mohler hatte am Dienstag 33 Kinder und Jugendliche mit dabei.

Täglich vier Rinder

Metzgergeselle Thomas Mörsheim erwartete die Gruppe in der Fleischerei, in der täglich 100 Schweinehälften und vier Rinder angeliefert, zerlegt und verarbeitet werden. Thomas hat am Standort das Metzgerhandwerk erlernt und arbeitet seit zehn Jahren im Betrieb. Allein 40 verschiedene Aufschnitt-Sorten verlassen Cutter und Fleischwolf. Der Metzgergeselle ließ die Kinder einen Blick in die Kammern mit Fleisch für Roll- und Kaiserbraten werfen. Zur Grillzeit seien besonders Steaks gefragt. Vor dem Betreten mussten sich die Besucher aus hygienischen Gründen Schutzkleidung überstreifen. Sie war auch beim Besuch der Bäckerei erforderlich. Mit Knopfdruck stellen die Mitarbeiter die Backmischungen zusammen und schieben die geformten Semmeln und Brote in den Ofen. Die Kaisersemmeln sind der Renner, nicht nur wegen des Preises. Sie schmecken auch, waren sich die Kinder einig.

Wo landen die Reste?

Wenn Kunden und Mitarbeiter am Abend das Haus verlassen haben, ist die "Nachtschicht" an der Reihe. Die Regale müssen für den nächsten Tag wieder eingeräumt werden. "Dazu haben wir eigens eine Firma beauftragt", erklärte Manfred Schiedlohr. Er führte die Gruppe durch die Lagerräume mit meterhohen Regalen. "Vor Weihnachten stehen hier auch die Gänge voll mit Waren", erklärte der Marketing-Leiter. Er ging mit den Jugendlichen hinauf in den Veranstaltungsraum und informierte über das Unternehmen. "Was geschieht mit den Lebensmitteln, die übrig bleiben?" wollten die Kinder wissen.

Wurst werde zum Probieren ausgelegt, aus den Semmeln "Geschnittene oder Brösel" gemacht, der Rest gehe an die "Tafel". Beim Fisch sei es schwieriger, so Schiedlohr. Da müsse man vieles auch wegwerfen. Zum Schluss gab es für die Teilnehmer nochmals eine Brotzeit.
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