Bonsai-Racer auf Treppchen

Der Mosel-Speedway ist eine von drei Strecken im Renn-Center Trier misst und misst knapp 48 Meter Länge. Schnelle Kurven und ein schwieriges "Omega" prägen diese Bahn. Die Autos werden in Schlitzen (Slot) geführt, Schleifer unter den Wagen greifen den Strom von Litzen entlang der Slots ab.
Lokales
Schwandorf
06.03.2015
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McLaren, Ferrari, Porsche: Edle Sportwagen drehen rasant ihre Runden. 34 Kilometer in zwei Stunden. Zu langsam? Nicht im Maßstab 1:27 auf drei Slotcar-Strecken bei der Deutschen MiniZ-Meisterschaft in Trier. Die Region Oberpfalz war vorne dabei.

Die Bonsai-Racer Erbendorf schickten Titelverteidiger Andreas "Res" Kurz ins Rennen, sein McLaren gehörte am vergangenen Samstag im Renn-Center Trier zu den Favoriten unter den 29 Startern aus ganz Deutschland. Für den Sieg reichte es diesmal nicht ganz, aber die Oberpfälzer durften wieder einen Pokal mit nach Hause nehmen: Res Kurz freute sich über den 3. Platz, bejubelt von seinen sieben Teamkollegen.

Treveris-Ring, Mosel-Speedway und Römerring heißen die drei Rennstrecken im Center von Martin Bartelmes. Er ging diesmal mit an den Start, hatte aber auf zu viel Risiko gesetzt: Sein Wagen war nach den Rennen zu tief, Bartelmes hatte mit weniger Reifenverschleiß gerechnet. Die Bodenfreiheit der knapp 15 Zentimeter langen Autos, die nach dem Carrera-Prinzip funktionieren, darf nach Reglement einen Millimeter nicht unterschreiten - auch nach dem Rennen. Sonst setzt es 20 Strafrunden. Schon am Freitag zeigte sich im Training, dass die drei Strecken schnellere Zeiten erlauben als im vergangenen Jahr. Deutlich unter 10 Sekunden lagen am 47,7 Meter langen Mosel-Speedway die Top-Zeiten. Die Oberpfälzer tüftelten eifrig an ihren GT-Wagen, mit denen sie in der "Basic"-Klasse an den Start gingen. In der "Fight"-Klasse sind breitere Chassis erlaubt, die höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen. Res Kurz bastelte schließlich das Fahrwerk seines Siegerwagens vom vergangenen Jahr unter eine McLaren-Karosserie und war vorne dabei. Im Rennen am Samstag lief es nicht ganz reibungslos. Ein paar Fehler zu viel, und Res Kurz musste sich mit 33.660 gefahrenen Metern Rüdiger Phillip (34.238 Meter, Region Süd) und Andreas Feyerer (33.759, Region Süd) knapp geschlagen geben.

Edle Sportwagen drehen rasant ihre Runden. 34 Kilometer in zwei Stunden. Zu langsam? Nicht im Maßstab 1:27 auf drei Slotcar-Strecken bei der Deutschen MiniZ-Meisterschaft in Trier. Die Region Oberpfalz war vorne dabei. Bilder von Susanne Kimmerl



Pro Bahn waren fünf Spuren jeweils acht Minuten unter die Reifen zu nehmen, am Ende wurden die Rundenzahlen von Organisator und Rennleiter Ralf Steinetz in Meter umgerechnet. Nur so ist ein genaues Ergebnis zu erreichen, weil Bahnen und Spuren unterschiedlich lang sind. Mit dem Abschneiden konnten die Oberpfälzer zufrieden sein: Neben dem dritten Platz von "Res" Kurz holte Oberpfalzmeister Clemens Hösamer (Schwandorf; Slot IG Kümmersbruck, 32991 Meter) den fünften Rang, Horst Neidl wurde Neunter (weitere Ergebnisse siehe Kasten). "Es hat wieder riesig Spaß gemacht", sagte Res Kurz. Denn bei allem Wettkampf stehen das Treffen mit Gleichgesinnten und der Spaß ohnehin im Mittelpunkt der Deutschen MiniZ-Meisterschaft, die zum sechsten Mal ausgerichtet wurde.
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