Bündelung und Erdverkabelung zunächst prüfen
Ostbayernring: SPD fordert Planungsstopp

Ein Strommast nahe des Umspannwerks in Büchelkühn. Dort ist Zielpunkt der Hochspannungsleitung "Ostbayernring", der in den kommenden Jahren erneuert und damit leistungsfähiger werden soll. Bild: Hösamer
Lokales
Schwandorf
23.07.2015
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Netzbetreiber "Tennet" wird in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses des Stadtrates am 29. Juli die Trassenvorschläge für die Hochspannungsleitung "Ostbayernring" vorstellen. Durch den Netzausbau-Kompromiss haben sich die Vorzeichen aber geändert: Möglicherweise wird mit dem Ostbayernring eine Gleichstromtrasse gebündelt. Entscheiden muss das der Bund.

Das nimmt die SPD-Stadtratsfraktion zum Anlass für einen Antrag, der der Redaktion vorliegt. Die Stadt solle die Notwendigkeit des Ersatzneubaus für den Ostbayernring ebenso anerkennen wie die Entwicklung von Gleichstromtrassen. Sonst könne die Energiewende nicht gelingen, schreibt Fraktionschef Franz Schindler. Nach seiner Ansicht sind aber die bisherigen Trassenvorschläge der Tennet mit dem Netzausbau-Kompromiss hinfällig geworden. Bevor ein Raumordnungsverfahren über die Trasse des Ostbayernrings beantragt werde, müsse erst geklärt werden, ob die Bündelung des Ostbayernrings mit einer eventuellen neuen Gleichstromtrasse technisch möglich ist und eventuell sogar gesetzlich vorgeschrieben wird.

Dann müsse die Planung von vorne beginnen. Die SPD spreche sich eindeutig dafür aus, neue Stromtrassen mittels Erdkabeln auszuführen. Stadtrat und OB sollen sich nach dem Vorschlag der SPD beim Bund dafür einsetzen, dass beim Neubau von Stromtrassen durch bebaute Gebiete grundsätzlich eine Erdverkabelung vorgeschrieben wird. "Tennet" soll aufgefordert werden, bis zur Klärung der Fragen kein Raumordnungsverfahren zu beantragen.
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