CFG-Absolventen lassen 1000 Euro springen - Workshop für Sprachpaten
Abi-Geld für Flüchtlinge

Absolventen des Gauß-Gymnasiums besuchten die Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft Dachelhofen und spendeten 1000 Euro für Sprachkurse. Die Sprecherin des Helferkreises "Fremde werden Freunde", Susanne Welslau (links) , bedankte sich im Namen der Asylbewerber für diese großzügige Spende. Bild : rid
Lokales
Schwandorf
01.10.2015
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Dem diesjährigen Abiturjahrgang des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums blieb nach allen Feiern noch Geld übrig: Die Absolventen beschlossen, 1000 Euro für die Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft Dachelhofen zu spenden und ihnen Sprachkurse bei der Volkshochschule zu finanzieren.

Eva Hofmann, Amelie Sailer, Anna Staudenmayer, Matthias Trummet, Julian Gotzler, Florian Strobl, Peter Obermeier und Benedikt Ossmann besuchten am Dienstag stellvertretend für die 84 Abiturienten die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft. Die Sprecherin des Helferkreises "Fremde werden Freunde", Susanne Welslau, bedankte sich im Namen der Asylbewerber für diese großzügige Spende. Dabei war auch die langjährige Oberstufenkoordinatorin Waltraud Wördemann, die heuer in Pension ging.

Viele weitere Ehrenamtliche unterstützen die Flüchtlinge im Landkreis. So beteiligten sich 60 Sprachpaten am Mittwoch in Charlottenhof an einem Workshop der Freiwilligenagentur. Referentin Kaya Nurdan klärte die Freiwilligen über Familienstrukturen, Sitten und kulturellen Eigenheiten der arabischstämmigen Asylbewerber auf und ermunterte sie, auf ungewohnte Situationen mit Verständnis zu reagieren. Die Sprachpaten begleiten die Flüchtlinge einige Stunden pro Woche und würden sich, so war es beim Workshop wiederholt zu hören, mehr Unterstützung von der Stadt wünschen.

Doris Dürr von der Lernenden Region koordiniert die Einsätze der insgesamt 75 Sprachpaten im Landkreis. Sie könnte noch mehr ehrenamtliche Helfer gebrauchen, vor allem im Raum Oberviechtach. Die Freiwilligenagentur betreut in erster Linie dezentral untergebrachte Familien und bekommt dafür Geld vom Staat und vom Landkreis.
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