Champions-League der Bildung

Die Initiative "Bildungsregion Schwandorf" brachten Stefan Potschaski, Bernhard Butz, Maria Kinzinger, Landrat Thomas Ebeling, Regierungspräsident Axel Bartelt, Diana Neidhardt, Charlotte Pelka, Michael Mändl, Martina Englhardt und Ina Buchinger (von links) auf den Weg. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
30.03.2015
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Bündnis für Familie, Hospizbewegung, Seniorenbetreuung: Der Landkreis ist in vielen Bereichen schon gut vernetzt. Jetzt wollen auch die Bildungsträger enger zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist der Aufstieg des Landkreises zur "Bildungsregion".

Über 100 Vertreter von Schulen, Wirtschaft und Behörden trafen sich im Fortbildungszentrum Charlottenhof zum ersten Dialogforum. 25 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern haben das Qualitätssiegel bereits erhalten, das jetzt auch der Landkreis Schwandorf anstrebt.

Für alle fünf festgesetzten Handlungsfelder könne der Landkreis bereits "Leuchtturmprojekte" vorweisen, betonte die Vorsitzende der Schulaufsichtskonferenz, Leitende Realschuldirektorin Maria Kinzinger.

Die Handlungsfelder

Bei der ersten Säule gehe es um fließende Übergänge von der Schule in die Ausbildung. Hier nannte die Ministerialbeauftragte die Bildungsmesse der "Lernenden Region" als Vorzeigeprojekt.

Im zweiten Bereich steht die Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten im Mittelpunkt . Hier nannte Maria Kinzinger den Arbeitskreis "Schule - Wirtschaft" als Paradebeispiel. Im dritten Abschnitt stehen benachteiligte Jugendliche im Fokus. Hier stellte die Schulleiterin die Berufsschulprojekte "Crossing Livelines" und "Here's my story" für jugendliche Asylbewerber vor.

Die Gewinnung junger Menschen für die Bürgergesellschaft ist das vierte Ziel der Initiative. Mit dem Mehrgenerationenhaus habe die Stadt Maxhütte-Haidhof einen Ort der Begegnung ganz in diesem Sinne geschaffen, so Maria Kinzinger. Um Bildung als Standortfaktor geht es in Säule 5. Hier bündle der Landkreis die Kräfte im "Bündnis für Familie", betonte die Sprecherin der Schulaufsichtskonferenz.

Die Zukunft der jungen Menschen in der Region mit einem "passgenauen Bildungsangebot" zu sichern, nannte Leitender Ministerialrat Bernhard Butz als oberstes Ziel der Initiative. Er ermunterte alle Beteiligten, ein "regionales, auf den Landkreis zugeschnittenes Konzept" zu entwickeln.

Fünf Arbeitskreise

Für den Regierungspräsidenten Axel Bartelt steht die Oberpfalz vor einer Fülle von Herausforderungen: Er nannte da vor allem den Fachkräftemangel, Überalterung, Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Zur Bewältigung der Aufgaben benötige man "jeden Erwerbstätigen".

Landrat Thomas Ebeling will in den Dialogforen den "Ist-Zustand" herausarbeiten und daraus Schlüsse für weitere Maßnahmen ziehen. Charlotte Pelka stellte die Leiter der fünf Arbeitskreise vor: Diana Neidhardt (Konrektorin an der Lindenschule Schwandorf, Säule I), Stefan Potschaski (Berufsschullehrer, Säule II), Martina Englhardt-Kopf (Berufsschullehrerin und Dritte Bürgermeisterin, Säule III), Charlotte Pelka (Geschäftsführerin der "Lernenden Region", Säule IV) und Michael Mändl (BBZ-Geschäftsführer, Säule V).

Die Arbeitskreise treffen sich nach den Osterferien zu ihren ersten Sitzungen und präsentieren beim zweiten Dialogforum im Oktober die Ergebnisse. Anschließend beantragt der Landkreis das Qualitätssiegel, das das bayerische Kultusministerium in Abstimmung mit dem Sozialministerium verleiht.
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